Den Beitrag berechnen Sie anhand des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts jeweils für einen bestimmten Abrechnungszeitraum, zum Beispiel für einen Monat. Die Techniker bietet Ihnen Arbeitshilfen wie den TK-Gehaltsrechner oder die Berechnungsformeln.

Weitere Details

Die Berechnungsformeln finden Sie in der untenstehenden Tabelle.

Für die Berechnung müssen Sie Arbeitsentgelt nur bis zu einer bestimmten Grenze ansetzen: der Beitragsbemessungsgrenze - kurz BBG. Für Entgelt, das darüber liegt, brauchen Sie und Ihr Arbeitnehmer keine Beiträge zu zahlen.

Wichtig: Bei der Berechnung der Beiträge gibt es Ausnahmen , die Sie beachten müssen. Bei Einmalzahlungen oder Nachzahlungen kann es ebenfalls Besonderheiten geben.

So berechnen Sie die monatlichen Beiträge ab Januar 2019
VersicherungArbeitgeberanteilArbeitnehmeranteil
Krankenversicherung (KV)
(allgemeiner Beitragssatz)
Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 4.537,50 EUR x 7,3 %Wie Arbeitgeberanteil
Individueller TK-ZusatzbeitragssatzBeitragspflichtiges Entgelt bis maximal 4.537,50 EUR x 0,35 %Wie Arbeitgeberanteil
Durchschnittlicher ZusatzbeitragssatzBeitragspflichtiges Entgelt bis maximal 4.537,50 EUR x 0,9 % 
Rentenversicherung - West (RV)Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 6.700 EUR x 9,3 %Wie Arbeitgeberanteil
Rentenversicherung - Ost (RV)Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 6.100 EUR x 9,3 %Wie Arbeitgeberanteil
Arbeitslosenversicherung - West (AV)Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 6.700 EUR x 1,25 %Wie Arbeitgeberanteil
Arbeitslosenversicherung - Ost (AV)Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 6.100 EUR x 1,25 %Wie Arbeitgeberanteil
Pflegeversicherung (PV)*Beitragspflichtiges Entgelt bis maximal 4.537,50 EUR x 1,525 %Wie Arbeitgeberanteil, für Arbeitnehmer ab 23 Jahren ohne Kinder zusätzlich 0,25 %

* Ausnahme Sachsen

Beitragsberechnung für Teilmonate

Wird die Beschäftigung im Laufe eines Kalendermonats aufgenommen, zum Beispiel nach Ende eines Krankengeldbezuges, müssen Sie zunächst die anteilige Beitragsbemessungsgrenze für den Kalendermonat (Teil-BBG) ermitteln.

So berechnen Sie die anteilige Beitragsbemessungsgrenze (Teil-BBG):

1. Schritt: Jahresbeitragsbemessungsgrenze geteilt durch 360 = kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze

2. Schritt: Den so ermittelten Betrag der kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze multipizieren Sie mit der Anzahl der Kalendertage des Teilmonats.

3. Schritt: Das Endergebnis runden Sie kaufmännisch auf die zweite Stelle nach dem Komma.

Die SV-Beiträge richten sich nach der Teil-BBG:

Liegt das erzielte Arbeitsentgelt unter der Teil-BBG, werden die Sozialversicherungsbeiträge aus dem Arbeitsentgelt berechnet.

Liegt das erzielte Arbeitsentgelt über der Teil-BBG, ist die Teil-BBG für die Ermittlung der Sozialversicherungsbeiträge maßgebend. Denn ein höherer Betrag als die BBG darf für den maßgeblichen Teilentgeltzahlungszeitraum nicht zugrunde gelegt werden. 

Beispiel Krankenversicherung/Pflegeversicherung (2019)

Die Beschäftigung wird in einem Monat für 16 Kalendertage ausgeübt. Das Arbeitsentgelt für den Teilmonat einschließlich Überstunden beträgt 3.600 Euro.

Die Sozialversicherungsbeiträge für 16 Kalendertage berechnen Sie wie folgt:

1. Schritt: Jahres-BBG 54.450 Euro geteilt durch 360 = 151,25 Euro kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze

2. Schritt: 151,25 Euro multipliziert mit 16 Kalendertagen = 2.420 Euro Teil-BBG

3. Schritt: Das gezahlte Arbeitsentgelt in Höhe von 3.600 Euro übersteigt die Teil-BBG und ist daher nur in Höhe von 2.420 Euro beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung erfolgt die Berechnung mit den entsprechenden Beitragsbemessungsgrenzen.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen zur Beitragsberechnung finden Sie bei TK-Lex und in unserer Fachinformation Beiträge 2019 (PDF, 9,1 MB) .