Anders als bei privaten Urlaubsreisen ist bei Entsendungen ins Ausland der Arbeitgeber in der Pflicht, für Behandlungskosten aufzukommen (§17 SGB V). Die jeweilige Krankenkasse erstattet die Kosten anschließend bis zu der Höhe, die eine vergleichbare Behandlung im Inland gekostet hätte.

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Allerdings sind die gesetzlichen Standards in anderen Ländern in der Regel deutlich niedriger als in Deutschland. 
 
Verbraucherschützer empfehlen daher selbst für Reisen ins europäische Ausland, wo die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt, den Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung.

Übrigens: Sämtliche Kosten, die der Arbeitgeber für die Behandlung von erkrankten Mitarbeitern im Auslandseinsatz übernimmt, sind grundsätzlich steuerfrei - auch dann, wenn sie über dem Satz liegen, den die Krankenkasse erstattet. Entscheidend ist, dass die Behandlungskosten in dem Rahmen liegen, der auch bei einer privaten Urlaubsreise fällig geworden wäre. Chefarztbehandlung gehört deshalb zum Beispiel nicht dazu.