Die Zuordnung des ausländischen Einsatzortes als erste Tätigkeitsstätte entscheidet zum Beispiel darüber, ob Fahrten zwischen dem Wohnort des Arbeitnehmers und dem Einsatzort als Dienstreise oder Heimfahrten betrachtet werden. 

Weitere Details

Heimfahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sind grundsätzlich Privatsache. Ein allgemein gültiger gesetzlicher Anspruch auf Kostenerstattungen hierfür besteht nicht. Allerdings können Fahrtkosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. 

Die erste Tätigkeitsstätte legt der Arbeitgeber anhand der dienst- und arbeitsrechtlichen Voraussetzungen fest. Bleibt zum Beispiel bei einem längeren Projekt die erste Tätigkeitsstätte weiterhin im Inland, können Fahrten zwischen beiden Ländern als Dienstreise betrachtet werden - mit den entsprechenden steuerlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen. Weitere Erläuterungen dazu gibt es im entsprechenden Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums.

Beispiel

Ein Mitarbeiter aus Berlin bekommt für zwei Jahre die Aufgabe, in Paris eine Zweigstelle aufzubauen. Er behält seinen Wohnsitz in Berlin bei und fährt am Wochenende mit seinem Dienstwagen auf Firmenkosten zu seiner Familie. Außerdem ist er jeweils montags im Betrieb in Berlin. Die Bewertung als "Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte" hätte bei der Besteuerung des Dienstwagens durch den Arbeitnehmer erhebliche Mehrkosten zur Folge.

Bewertung

Wenn Paris die erste Tätigkeitsstätte ist, sind die wöchentlichen Heimfahrten steuerlich gesehen Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Wenn Berlin die erste Tätigkeitsstätte ist, sind die wöchentlichen Heimfahrten steuerlich gesehen keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, sondern Dienstreisen.