Nach dem aktuellen Stand entfalten A1-Bescheinigungen bei einem ungeregelten Brexit über den 31. Januar 2020 hinaus keine Wirkung. Die sozialversicherungsrechtliche Situation für dieses Szenario ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

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In einem Rundschreiben hat die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) über den Stand der Dinge informiert. So ist denkbar, dass das deutsch-britische Sozialversicherungsabkommen aus dem Jahr 1960 wiederauflebt, sobald das europäische Gemeinschaftsrecht nicht mehr anwendbar ist.

Das deutsch-britische Sozialversicherungsabkommen ist in seinem Anwendungsbereich nicht deckungsgleich mit den europäischen Verordnungen. So sind beispielsweise die Arbeitslosen- und Pflegeversicherung nicht erfasst. Um solche vertraglichen Lücken zu vermeiden, hat der Bundesgesetzgeber ergänzend ein Übergangsgesetz verabschiedet. Damit wird im Falle des No Deal-Brexits Rechtssicherheit für die vom Austritt in besonderem Maße betroffenen Personen in Bezug auf den Versicherungsstatus, Ansprüche und Leistungen geschaffen.

Aktuelle Informationen erteilt die DVKA auf ihrer Internetseite.