Werden keine gesonderten Regelungen getroffen, entfällt die Arbeitnehmerfreizügigkeit für britische Staatsbürger in der Europäischen Union mit dem Zeitpunkt des Brexit. Deshalb sieht der Entwurf des Austrittsabkommens einen Übergangszeitraum bis Ende 2020 vor, in dem das Unionsrecht weiterhin gilt.

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Sollte das Austrittsabkommen ratifiziert werden, gilt auch in Deutschland die Übergangsfrist. Das Brexit-Übergangsgesetz soll entsprechende Rechtsklarheit für britische Staatsbürger bis zum 31. Dezember 2020 herstellen.

Das Bundeskabinett hat hierfür einen Gesetzentwurf genehmigt, der am 15. Februar 2019 vom Bundesrat verabschiedet wurde. "Britische und deutsche Staatsangehörige, die vor Ablauf des Übergangszeitraums einen Antrag auf Einbürgerung stellen, sollen außerdem ihre britische oder deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten dürfen, auch wenn die Entscheidung über ihre Einbürgerung erst nach Ablauf des Übergangszeitraums erfolgt. In diesen Fällen soll unter bestimmten Bedingungen die doppelte Staatsangehörigkeit hingenommen werden", teilt das Auswärtige Amt dazu mit.

Brexit-Termin weiterhin unklar

Auf ihrem Sondergipfel am 10./11. April 2019 haben die EU-Staaten einem Brexit-Aufschub bis zum 31. Oktober 2019 zugestimmt. Die Zeit bis Ende Oktober 2019 kann jedoch flexibel genutzt werden - auch ein früherer Austrittstermin ist möglich. Damit bleibt der konkrete Tag des Austritts weiterhin unklar.