Sollte es keine Einigung geben, käme es zu einem "harten Brexit". Dann wäre Großbritannien sozialversicherungsrechtlich gesehen entweder ein Drittstaat im Status des "vertragslosen Auslands" oder - bei Gültigkeit des Sozialversicherungsabkommens aus dem Jahr 1960 oder eines neuen Abkommens - ein Abkommensstaat.

Weitere Details

Aus deutscher Sicht kann das deutsch-britische Sozialversicherungsabkommen aus dem Jahr 1960 bei einem ungeregelten Brexit fortbestehen. Von britischer Seite steht allerdings noch eine Stellungnahme aus (DVKA - Stand Juli 2019). Unter dem Punkt "Entsendung" erläutert die DVKA ausführlich, was im Sinne des Sozialversicherungsabkommens gilt. Demnach können für die ersten zwölf Monate einer Entsendung in das Vereinigte Königreich die deutschen Rechtsvorschriften über die Renten-, Unfall- und Krankenversicherung sowie das Kindergeld fortbestehen.

Voraussetzungen:

  • Der Mitarbeiter arbeitet dort im Rahmen des in Deutschland bestehenden Beschäftigungsverhältnisses im Auftrag und auf Rechnung des Arbeitgebers.
  • Der gewöhnliche Aufenthalt befindet sich in Deutschland.
  • Die Entsendung ist im Voraus zeitlich befristet.

Eine Verlängerung des zwölfmonatigen Entsendezeitraums könne im Rahmen einer Ausnahmevereinbarung in Betracht kommen, heißt es weiter.