Der Auslandstätigkeitserlass regelt die Vermeidung von doppelten Zahlungen der Einkommensteuer für den Fall, dass kein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem jeweiligen Einsatzland besteht.

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Nach dem Welteinkommensprinzip muss eigentlich dort die Einkommensteuer gezahlt werden, wo sie entsteht. Bei zeitlich befristeten Auslandseinsätzen gilt die Regelung: 

Ist ein Arbeitnehmer für seinen deutschen Arbeitgeber im Ausland tätig ist, bleibt das Besteuerungsrecht in Deutschland (183-Tage-Regelung). Dies gilt aber nur für Länder, mit denen ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht.

Um die steuerliche Einordnung der Arbeit in Ländern ohne DBA zu regeln und zu vereinfachen, wurde der Auslandstätigkeitserlass geschaffen. Er sieht für bestimmte Tätigkeiten und unter bestimmten Voraussetzungen die Freistellung ausländischer Einkünfte in Deutschland vor.

Ein Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums regelt die Grundsätze zur Aufteilung des Arbeitslohns bei der Veranlagung zur Einkommensteuer und für das Lohnsteuerabzugsverfahren.