An insgesamt 181 Kalendertagen darf ein Werkstudent mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Das sind 25 Wochen und sechs Kalendertage. Arbeitet er 26 Wochen (182 Kalendertage) oder länger mehr als 20 Stunden pro Woche, müssen Sie ihn als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer anmelden.

Weitere Details

Um dies zu prüfen, rechnen Sie vom Ende des aktuellen befristeten Studentenjobs ein Jahr zurück. Dann rechnen Sie alle Beschäftigungen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden zusammen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beschäftigungen bei demselben oder bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt wurden. 

Beachten Sie, dass vorgeschriebene Zwischenpraktika unberücksichtigt bleiben. 

Ergibt die Zusammenrechnung, dass insgesamt Beschäftigungszeiten von mehr als 26 Wochen vorliegen, besteht Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. 

Diese Pflicht besteht ab dem ersten Tag der zu beurteilenden Beschäftigung oder aber von dem Zeitpunkt an, zu dem erkennbar ist, dass die 26-Wochen-Grenze überschritten wird.

Beispiel
BeschäftigungWochenstundenTage/Woche
01.03. bis 15.06.201925 Stunden5
01.11. bis 31.12.201818 Stunden5
01.07. bis 30.09.201825 Stunden5

Beurteilung:

Es handelt sich bei der Beschäftigung im Jahr 2019 nicht um eine kurzfristige Beschäftigung, da die Beschäftigungsdauer im laufenden Kalenderjahr mehr als drei Monate beträgt. 

Es besteht kein Werkstudentenprivileg, weil bei Aufnahme der befristeten Beschäftigung im Jahr 2019 absehbar ist, dass sie innerhalb des Jahreszeitraums (zurückgerechnet vom 15. Juni 2019) zusammen mit der anrechenbaren Vorbeschäftigung vom 1. Juli bis 30. September 2018 über einen Zeitraum von mehr als 26 Wochen (182 Kalendertagen) im Umfang von mehr als 20 Stunden pro Woche ausgeübt werden wird.

Die Beschäftigung vom 1. November bis 31. Dezember 2018 wird nicht berücksichtigt, da der Umfang nicht mehr als 20 Wochenstunden betrug. 

Es besteht also Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ab dem 1. März 2019.

In unserem Beratungsblatt Beschäftigung von Studenten und Praktikanten (PDF, 309 kB) finden Sie weitere Informationen und anschauliche Beispiele.