In der aktuellen Situation müssen Arbeitgeber Schutz- und Organisationsanpassungen vornehmen, um neuen Arbeitsschutzvorgaben gerecht zu werden. 

Weitere Details

Seit April 2021 ist die neue Arbeitsschutzregel zum Coronavirus in Kraft getreten: Die neue Regel soll den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom August 2020 konkretisieren und Arbeitgebern und Beschäftigten mehr Sicherheit geben. 

Sie beschreibt, was für die Dauer der Corona-Pandemie für den Infektionsschutz nach § 5 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt. Außerdem hält sie fest, wie die allgemein beschriebenen Maßnahmen des Corona-Arbeitsschutzstandards umgesetzt werden sollen. Wer danach handelt, soll so Rechtssicherheit erhalten.

Sie finden die Arbeitsschutzregel auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin als PDF-Datei zum Download.

Handlungsempfehlungen der Haufe Group

Die Haufe Group hat fünf Handlungsempfehlungen herausgegeben:

  • Bestimmen Sie, welche Mitarbeiter unbedingt notwendig sind (Schlüsselpersonal) und beziehen Sie dabei soziale Aspekte und Erkrankungswahrscheinlichkeiten mit ein, z.B. ob schulpflichtige Kinder versorgt werden müssen, ob die Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren usw.)
  • Identifizieren Sie innerbetriebliche Abläufe, die ständig überwacht und/oder nicht unterbrochen werden dürfen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, zum Beispiel Werkschutz oder IT.
  • Ergreifen Sie Maßnahmen, die die Ansteckungsgefahr der Mitarbeiter untereinander verringern sollen, beispielsweise durch die Einrichtung flexibler Arbeitsplätze und Arbeitszeiten (z.B. durch Homeoffice, Telearbeit, gestaffelte Schichtregelung, Vereinzelung)
  • Legen Sie Vertretungsregelungen für kritische Positionen fest und arbeiten Sie gegebenenfalls mehrere Mitarbeiter als mögliche Vertreter ein. Auch temporäre interne Umbesetzungen wären eine Möglichkeit.
  • Schränken Sie Dienstreisen aufgrund von Quarantänebestimmungen oder unsicherer Lage ein, bevorzugen Sie Telefon- oder Videokonferenzen.

Ausführliche Informationen und Hinweise finden Sie in einem PDF der Haufe Group.

Tipps der DGUV

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Broschüre "10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung" herausgegeben, die kostenlos auf der Seite der DGUV bestellt werden kann.

Für den Fall, dass es Covid-19-Fälle oder Verdachtsfälle im Unternehmen gibt, hat die DGUV Empfehlungen zum weiteren Vorgehen in der Broschüre "Coronavirus SARS-CoV-2 - Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb" zusammengefasst.

Testangebote in Unternehmen

Seit dem 20. April 2021 sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitern, die nicht im Homeoffice arbeiten können, einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Beschäftigtengruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollen zweimal pro Woche ein Testangebot erhalten. Für sie stellen die Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg ein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Tests im Unternehmen können helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und weitere Ansteckungen zu vermeiden, heißt es in der Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Webinar "Arbeitsrecht und Arbeitsschutz - Corona-Update 2021"

Weitere Informationen zum Arbeitsrecht und Arbeitsschutz im Rahmen der Corona-Pandemie entnehmen Sie bitte den Unterlagen zum Webinar "Arbeitsrecht und Arbeitsschutz - Corona-Update 2021" vom 21. April 2021 auf webinare.tk.de.