Das Einreiseverbot im Zuge der Corona-Pandemie hat aktuell Auswirkungen auf den Start von internationalen Arbeitsverhältnissen. Wird der verzögerte Arbeitsbeginn durch eine Homeoffice-Tätigkeit im Ausland überbrückt, kann bereits deutsches Sozialversicherungsrecht gelten.

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Laut der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) hat eine vorübergehende Änderung des Tätigkeitsortes oder der Verteilung der Arbeitszeit keine Auswirkungen auf das anwendbare Sozialversicherungsrecht.

Die Regelung gilt für EU- und EWR-Staaten, die Schweiz, Abkommensländer und das vertragslose Ausland.

Wenn nur wegen der Corona-Pandemie die Tätigkeit erstmal im Homeoffice ausgeübt wird, soll der Arbeitgeber trotzdem den Mitarbeiter mit Beschäftigungsbeginn zur Sozialversicherung in Deutschland melden.

Wenn der Arbeitgeber oder ausländische Träger einen Nachweis über die Anwendung der deutschen Rechtsvorschriften benötigt, soll er zusammen mit dem Mitarbeiter eine Ausnahmevereinbarung bei der DVKA beantragen. Diese sollte einen Hinweis auf die Corona-Situation enthalten.

Dieses Verfahren ist wohl EU-weit so abgesprochen bzw. viele Länder verfahren bereits danach. Eine schriftliche Anweisung oder Handlungsempfehlung der DVKA gibt es dazu derzeit noch nicht.