Unternehmen, die vom Shutdown betroffen sind, können unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge für die Beitragsmonate November 2020 bis Januar 2021 stellen - ohne Sicherheitsleistungen und ohne Zinsen.

Weitere Details

Zu den betroffenen Unternehmen zählen u.a.

  • Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind,
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen (inklusive Profi-Sportveranstaltungen) sowie
  • auch alle vom erweiterten Shutdown betroffenen Firmen.

Ferner werden auch Unternehmen dazu gerechnet, die durch den Shutdown indirekt betroffen sind, weil sie den größten Teil ihrer Umsätze (mindestens 80 Prozent) mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Bedingung für die Stundung ist, dass vorrangig die zur Verfügung gestellten und erhaltenen Wirtschaftshilfen (neu ab 1. Januar 2021 Überbrückungshilfe III) einschließlich des Kurzarbeitergeldes zu nutzen und entsprechende Anträge vor dem Stundungsantrag – soweit dies möglich ist - zu stellen sind.

Dies bedeutet insbesondere auch, dass im Falle beantragter Kurzarbeit die Stundung der auf das Kurzarbeitergeld entfallenden Beiträge zur Sozialversicherung für die Ist-Monate November 2020 bis Januar 2021 endet, sobald Sie als Arbeitgeber die Erstattung für diese Beiträge von der Bundesagentur für Arbeit erhalten haben.

Die Beiträge sind nach Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit unverzüglich an die Einzugsstellen weiterzuleiten.