Arbeitgeber können bei der örtlichen Arbeitsagentur für ihre Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragen, wenn ein vorübergehender Arbeitsmangel besteht. Der Antrag ist online auf der Seite der Arbeitsagentur möglich.

Weitere Details

Laut der Bundesagentur für Arbeit können Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnen, wenn die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert werden. Das kann beispielsweise bei Lieferengpässen der Fall sein oder wenn es durch staatliche Schutzmaßnahmen zu vorübergehenden Betriebsschließungen kommt. Die betroffenen Beschäftigten erhalten dann Kurzarbeitergeld. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber bei der örtlichen Arbeitsagentur beantragt werden. 

Wichtig: Betriebe, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Erkrankungen Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen die Kurzarbeit vorher bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind.

Online-Anzeige und Chatbot UDO

Auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie Informationen zum Kurzarbeitergeld sowie die Online-Anzeige der Kurzarbeit und den Online-Antrag für das Kurzarbeitergeld.

Der Chatbot UDO unterstützt Sie beim Prozess der Online-Anzeige.

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Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert

Die Bundesregierung hat mit dem "Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld" Erleichterungen beschlossen. Voraussetzung dafür ist, dass die Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 eingeführt wird.

Mindestens 10 Prozent vom Arbeitsausfall betroffen

Wenn wegen schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden. Die Voraussetzung ist, dass mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein könnten. Bisher lag die Schwelle bei 30 Prozent der Belegschaft.

Negative Arbeitszeitsalden nicht nötig

Bevor das Kurzarbeitergeld gezahlt wird, musste der Betrieb bisher alle Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen ausnutzen, um Kurzarbeit zu vermeiden. Dazu gehörte auch, dass Arbeitszeitkonten ins Minus gefahren werden. Nun kann auf den Aufbau von negativen Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes vollständig oder teilweise verzichtet werden. 

Leiharbeitnehmer

Auch Leiharbeitnehmer sollen Kurzarbeitergeld beziehen können.

Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig erstattet

Die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, bis zum 30. Juni 2021 vollständig. Vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt die Erstattung zu 50 Prozent. Voraussetzung für die Erstattung ist, dass die Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 eingeführt wurde.

Die Regelungen treten rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft. Ansprechpartner sind die Arbeitsagenturen vor Ort. Die Verordnung ist zeitlich befristet: Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft.

Kurzarbeitergeld aufgestockt und Bezugsdauer verlängert

Durch die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen sind schon jetzt viele Beschäftigte in Kurzarbeit, weitere werden folgen. Um betroffene Beschäftigte stärker finanziell aufzufangen, wird das Kurzarbeitergeld aufgestockt: Die Arbeitnehmer, die aktuell mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, erhalten ab dem vierten Monat des Kurzarbeitergeld-Bezugs 70 Prozent bzw. 77 Prozent (wenn sie Kinder haben) ihres Nettoentgelts, statt wie bisher 60 bzw. 67 Prozent. Ab dem siebten Monat des Bezugs haben sie dann Anspruch auf 80 Prozent bzw. 87 Prozent (mit Kindern). 

Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds wurde im Oktober 2020 verlängert: Das Kurzarbeitergeld kann nun für die Dauer von bis zu 24 Monaten gewährt werden, maximal bis zum 31. Dezember 2021, sofern der Anspruch bis zum 31. Dezember 2020 entstanden ist.

Hinzuverdienstgrenzen erweitert

Auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten für die Beschäftigte in Kurzarbeit werden noch einmal erweitert: Vom 1. Mai bis 31. Dezember 2020 wird die Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe angehoben. Die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen werden bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, wenn das Entgelt aus einer geringfügigen Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei bleibt.

Das BMAS informiert

Alle wichtigen Informationen zum Kurzarbeitergeld und zur Beantragung finden Sie auf der Seite des BMAS.

Kurzarbeit-Abgaben-Rechner

Mit diesem Berechnungsprogramm zur Kurzarbeit können Sie als Arbeitgeber sämtliche Beiträge zur Sozialversicherung im Rahmen der Kurzarbeit ermitteln.

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