Im Rahmen des Sozialschutz-Pakets hat die Bundesregierung am 27. März 2020 beschlossen, dass betroffene Eltern unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Entschädigung bei Verdienstausfall haben. Die Regelung wurde im Juni 2020 nochmals erweitert.

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Wer aufgrund der aktuellen Lage seine Kinder betreuen muss, weil Schulen und Kitas geschlossen sind, und deswegen nicht arbeiten kann, erleidet häufig einen Verdienstausfall. Die betroffenen Eltern können jetzt unter bestimmten Bedingungen eine Entschädigung erhalten.

Diese Voraussetzungen müssen laut Bundesinnenministerium erfüllt sein:

  • "Die Betreuungseinrichtung oder Schule des Kindes wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.
  • Es fallen keine gesetzlichen Feiertage oder Ferien der Schule bzw. der Betreuungseinrichtung in den Betreuungszeitraum, während derer die Einrichtungen ohnehin geschlossen gewesen wären.
  • Das Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder benötigt besondere Hilfe (zum Beispiel aufgrund einer Behinderung).
  • Es gab keine Möglichkeit, eine alternative, zumutbare Betreuung des Kindes herzustellen (zum Beispiel durch ältere Geschwister oder eine Notbetreuung in der Schule oder Betreuungseinrichtung).
  • Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Schließung bzw. Untersagung des Betretens der Schule oder Betreuungseinrichtung gestellt werden."

Treffen alle Bedingungen zu, wird die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens gewährt - für die Dauer von bis zu zehn Wochen bei gemeinsamer Betreuung und bis zu 20 Wochen bei alleiniger Betreuung. Sie ist auf den monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro gedeckelt. 

Die Entschädigung zahlt der Arbeitgeber aus. Er kann sie sich von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Welche das ist, wird von den Ländern bestimmt.

Weitere Informationen zur Entschädigung, zu den Voraussetzungen und zu den Anträgen finden Sie auf der Seite "Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz" des Bundesinnenministeriums.