Im Rahmen des Sozialschutz-Pakets hat die Bundesregierung am 27. März 2020 beschlossen, dass betroffene Eltern unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Entschädigung bei Verdienstausfall haben.

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Wer aufgrund der aktuellen Lage seine Kinder betreuen muss, weil Schulen und Kitas geschlossen sind, und deswegen nicht arbeiten kann, erleidet häufig einen Verdienstausfall. Die betroffenen Eltern können jetzt unter bestimmten Bedingungen eine Entschädigung erhalten.

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Die Betroffenen sind erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern unter 12 Jahren oder von Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind.
  • Die Betroffenen finden keine anderweitige zumutbare Betreuung (zum Beispiel durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen). Risikogruppen wie beispielsweise die Großeltern gelten übrigens nicht als zumutbare Betreuung.
  • Andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel der Abbau von Arbeitszeitguthaben oder Kurzarbeitergeld, gehen dem Entschädigungsanspruch vor und müssen ausgeschöpft sein.

Treffen alle Bedingungen zu, wird die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens gewährt - für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Sie ist auf den monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro gedeckelt. 

Die Entschädigung zahlt der Arbeitgeber aus. Er kann sie sich von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Welche das ist, wird von den Ländern bestimmt.

Informationen und Anträge finden Sie auf der Seite des Bundesinnenministeriums.

Die Regelung gilt übrigens nicht für Zeiten, in denen Schulen und Kitas sowieso geschlossen wären, zum Beispiel in den Schulferien. Die Maßnahme ist befristet bis Ende 2020.