Wann ist eine Lohnpfändung rechtmäßig/gerechtfertigt?

Voraussetzung für eine Lohnpfändung ist, dass Sie als Arbeitgeber einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erhalten haben. Diesen muss Ihnen der Gläubiger über einen Gerichtsvollzieher förmlich zugestellt haben. Als Arbeitgeber gelten Sie dann als Drittschuldner. 

Was mache ich, wenn ich einen Pfändungsbeschluss für einen Mitarbeiter erhalte?

Nach Erhalt des Pfändungsbeschlusses haben Sie zwei Wochen Zeit, dem Gläubiger mitzuteilen, ob und inwieweit Sie die Pfändung anerkennen und inwieweit bereits andere Gläubiger den Lohn gepfändet haben. 

Reagieren Sie nicht, kann der Gläubiger Sie verklagen. Außerdem machen Sie sich schadensersatzpflichtig, wenn Sie weiterhin den vollen Lohn an Ihren Arbeitnehmer auszahlen. 

Die Kosten, die Ihnen durch die Bearbeitung der Lohnpfändung entstehen, müssen Sie selbst tragen. Sie haben keinen Erstattungsanspruch gegen Ihren Arbeitnehmer. Die Lohnpfändung kann auch kein Grund sein, dem Mitarbeiter zu kündigen.