Das elektronische Antragsverfahren gilt auch in den Fällen als verpflichtend, in denen eine Ausnahmevereinbarung beantragt werden soll. Mit einer solchen Vereinbarung können die zuständigen Stellen im gemeinsamen Einvernehmen entscheiden, dass ein Arbeitnehmer im EU-Ausland zum Beispiel nach deutschem Recht versichert ist, auch wenn eigentlich die Rechtsvorschriften des Einsatzlandes gelten würden.

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Auf deutscher Seite ist der GKV-Spitzenverband mit der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) zuständig. Der Antrag muss online vom Arbeitgeber über das zertifizierte Abrechnungsprogramm oder über die von den Krankenkassen eingerichtete Anwendung sv.net gestellt werden.

Beschäftigte haben in diesem Fall zusätzlich eine schriftliche Erklärung an die zuständige Stelle - in diesem Fall an die  DVKA  - zu senden, in der sie bestätigen, dass eine solche Vereinbarung in ihrem Interesse liegt.

Auf die zusätzliche Zusendung kann verzichtet werden, wenn der Arbeitgeber in seinem elektronischen Antrag angibt, dass ihm diese Erklärung vorliegt und er diese zu seinen Lohnunterlagen nimmt.

Sobald die Ausnahmevereinbarung abgeschlossen wurde, erhalten Sie von der DVKA über den elektronischen Weg eine Bescheinigung für Ihre Mitarbeiter. Stellen Sie den Antrag am besten möglichst frühzeitig.

Tipp: Auf was Arbeitgeber bei Ausnahmevereinbarungen achten sollten, haben wir in einer Sonderbeilage der Zeitschrift Personalwirtschaft zusammengefasst. Der Artikel "Die Rolle der Ausnahmevereinbarungen" steht Ihnen als Auslandsentsendung - Richtig planen in der Praxis (PDF, 1,7 MB) zur Verfügung.