Wird eine Entsendung ins Ausland wegen der Coronavirus-Pandemie für kurze Zeit unterbrochen, müssen Arbeitgeber keine Änderungen bei den Nachweisen zum anwendbaren Sozialversicherungsrecht vornehmen. Bereits ausgestellte A1-Bescheinigungen bleiben weiter gültig. Dies gilt laut Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für alle Unterbrechungen, die nicht länger als zwei Monate dauern und das Ende der Entsendung nicht nach hinten verschieben.

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Handelt es sich um eine Entsendung in einen Staat, mit dem Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, kann für diese Regelung auch ein längerer Zeitraum gelten. Dies entnehmen Arbeitgeber dem jeweiligen Merkblatt der DVKA "Arbeiten in…".  

Verschiebt sich durch die Unterbrechung der Auslandseinsatz insgesamt nach hinten, müssen Arbeitgeber allerdings eine neue Entsendebescheinigung beantragen.

Wird der Auslandseinsatz abgebrochen, müssen Arbeitgeber dies dem Sozialversicherungsträger melden, der die Bescheinigung ausgestellt hat. 

Diese Regelungen gelten auch für Arbeitnehmer, für die eine Ausnahmevereinbarung  getroffen wurde.