Durch Aufnahmestopps in stationären Pflegeheimen und Schließungen von weiteren ambulanten Pflegeeinrichtungen, kann in Einzelfällen die pflegerische Versorgung von Pflegebedürftigen kurzzeitig nicht sichergestellt sein.

Mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz wurde eine Möglichkeit geschaffen, Kurzzeitpflege auch in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Anspruch zu nehmen.

Kurzzeitpflege im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung kann ab Pflegegrad 2 zur Sicherstellung der ambulanten pflegerischen Versorgung in Anspruch genommen werden. Im Kalenderjahr steht den Pflegebedürftigen für bis zu 56 Tage ein Gesamtbetrag bis zu 1.612 Euro zur Verfügung.

Die Pflegekasse kann aufgrund des 2. Bevölkerungsschutzgesetzes vom 28. März 2020 bis zum 30. September 2020 Kosten im Rahmen der Kurzzeitpflege bis zu 2.418 Euro auch in Reha-Einrichtungen übernehmen.Die Vergütung richtet sich dabei nach dem durchschnittlichen Vergütungssatz nach § 111 Abs. 5 SGB V. Einzelne Bundesländer haben bereits Vereinbarungen zur Berechnung der durchschnittlichen Vergütung bzw. zur abrechnungsfähigen Vergütung festgelegt. Liegt noch keine entsprechende Landesvereinbarung vor, ist hier vorrangig die mit der Techniker Krankenkasse abgeschlossene Vergütung heranzuziehen. Eine Differenzierung der Aufwendungen nach Kosten für Unterkunft, Verpflegung und pflegebedingten Aufwendungen findet nicht statt.

Möchten ein Pflegebedürftiger in Ihrer Reha-Einrichtung Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen, senden Sie uns einen formlosen Antrag per Mail an pflege@tk.de oder per Fax an 040 - 46 06 61 60 90. Alternativ kann der Pflegebedürftige bei uns einen Antrag auf Kurzzeitpflege in Ihrer Einrichtung stellen.