An vorderster Front mit dabei: Anja Mädrich. Sie leitet den Bereich regionales Vertragswesen bei der TK-Landesvertretung in Berlin/Brandenburg. Im Interview berichtet sie, wie regionale und innovative Angebote ins System der Krankenversicherung kommen, welche Schwierigkeiten es teilweise zu überwinden gilt und welche Chancen sie in der Digitalisierung sieht. Dass die Länder Berlin und Brandenburg sehr unterschiedlich sind, gibt ihrer Arbeit zusätzlich Würze.

TK: Frau Mädrich, warum hat die TK als bundesweite Krankenkasse eigentlich regionale Niederlassungen in den Bundesländern?

Mädrich: Wir hier vor Ort können die Bedürfnisse unserer Versicherten am besten einschätzen. Und nur wir hier vor Ort kennen die ambulante und stationäre Versorgungsstruktur in der Region. Diese gilt es, zusammenzubringen und zu schauen, welche neuen Angebote zum Beispiel von Start-Ups es gibt und wie wir sie am besten nutzen können.

Anja Mädrich

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Leiterin regionales Vertragswesen

TK: Das hört sich noch ein wenig abstrakt an. Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Mädrich: In Flächenländern wie Brandenburg können die Wege, die man zur Arbeit pendelt, weit sein und viel Zeit kosten. Wenn Sie wie ich eine berufstätige Mutter sind, wissen Sie es zu schätzen, wenn Sie Arzttermine online buchen können. Oder stellen Sie sich vor, die Kinder bekommen am Samstagabend hohes Fieber. Dann ist es für mich beruhigend zu wissen, dass ich mit TK-Doc rund um die Uhr Ärzte telefonisch erreichen kann.Hier profitieren die Versicherten von den digitalen Innovationen, die eine große bundesweite Kasse auf die Beine stellt. Aber natürlich haben wir auch Angebote, nur für die Berliner und Brandenburger. So können sich Patienten vor einer Operation an Rücken, Hüfte, Knie oder Schulter eine zweite Meinung in speziellen Schmerzzentren einholen. Am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus erlaubt das so genannte MRT-Fibertracking ein schonendes Operieren am Gehirn.

TK: Alle reden von Digitalisierung im Gesundheitswesen. Aber sind es nicht nur junge Menschen, die aufgeschlossen gegenüber Apps & Co. sind?

Mädrich: Unsere Erfahrungen zeigen, dass es längst nicht mehr nur die Jugend ist, die Handys und Laptop nutzt. Schauen Sie sich doch einfach um. Oma und Opa chatten heute ganz selbstverständlich mit den Enkeln oder suchen im Internet nach Empfehlungen für Urlaub und Freizeit. Aber richtig ist: Die Versicherten müssen erkennen, dass die Anwendungen ihnen einen Mehrwert bringen. Daher haben wir gemeinsam mit IBM Deutschland die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe entwickelt. In dieser Akte können die Menschen nicht nur Arztbefunde und Impfungen speichern, sondern auch die vom Arzt verordneten und selbst gekauften Medikamente. Und da ja gerade ältere Menschen häufig viele Medikamente nehmen, die ungewünschte Wechselwirkungen haben können, bietet das für ältere Patienten einen großen Nutzen.

TK: Auf welche Angebote sind Sie besonders stolz?

Mädrich: Ich freue ich mich besonders, dass wir zusammen mit dem St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof eine Hightech-Matratze für Frühgeborene anbieten. Die Matte überträgt den Herzschlag und die Atembewegungen der Eltern und simuliert so die elterliche Nähe. Mit einem anderen Projekt in der Immanuel Klinik Rüdersdorf bieten wir eine Behandlung für psychisch kranke Menschen an, bei der die starren Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwunden werden. 

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Die TK bietet ihren Versicherten eine maßgeschneiderte medizinische Versorgung - #regionalstark  in jedem  Bundesland .


Wie der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) und eine regional starke Versorgung zusammenhängen, erläutern die TK-Themenseiten zur RSA-Reform .