Im Interview sprechen Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung, und Jana Schwäbe, Leiterin Regionales Vertragswesen Hamburg, über die Arbeit der Landesvertretung und welche Projekte ihnen am Herzen liegen.

NetzWerk GesundAktiv (NWGA)

TK: Frau Puttfarcken, das NWGA ist ein lokales Projekt im Hamburger Bezirk Eimsbüttel. Was macht es aus?

Puttfarcken: Das Innovationsfondsprojekt "NetzWerk GesundAktiv" hat das Ziel, älteren Hamburgern ein langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Im Grunde ist es ein gut ausgebautes Netzwerk, über das Unterstützung direkt Zuhause und im Quartier angeboten wird. Dabei kommt auch eine digitale Schnittstelle zum Einsatz. Die Software PAUL, der Persönliche Assistent für Unterstütztes Leben, ist auf den Tablets der Senioren installiert und dient ihnen zur Kommunikation via E-Mails oder Videochat. PAUL bietet verschiedene Funktionen, die zum Beispiel dabei helfen, passende Bewegungsangebote zu finden oder ein Trinktagebuch zu führen.

TK: Welche Brücken baut das Netzwerk zwischen dem digitalen Alltag und der Generation 70 plus?

Puttfarcken: Im Café PAUL betreut ein Team interessierte PAUL-Nutzer, klärt über die Funktionen der Software auf und beantwortet individuelle Fragen. Das Projekt lebt von der aktiven Mitgestaltung durch die Beteiligten. So hat sich der Beirat des NWGA im Juni zum zweiten Mal getroffen. Er setzt sich aus Vertretern der Teilnehmer, Gesundheitspolitik, der TK und engagierten Senioren zusammen. Sie tauschen ihre Erfahrungen aus, die sie während des Projekts machen, damit die Angebote möglichst passgenau auf die Bedürfnisse der älteren Generation zugeschnitten werden können.

Zweitmeinung vor Rücken-, Hüft-, Knie- oder Schulter-OP

TK: Frau Schwäbe, wofür setzen Sie sich als Leiterin des regionalen Vertragswesens ein?

Schwäbe: In meiner Funktion stehe ich vertretend für die Kolleginnen und Kollegen der Landesvertretung, die jeden Tag im Interesse unserer Versicherten Verträge verhandeln. Das Besondere an den regionalen Verträgen, die wir abschließen, ist, dass sie auf eine bessere Versorgung der Hamburger abzielen. Wir kennen die spezifische Ausgangslage und stellen die Gesundheitsbelange der Hamburger an die erste Stelle.

In Hamburg haben wir eine hohe Arztdichte und auch die stationäre Versorgung steht auf soliden Füßen - eine gute Ausgangslage für eine gute Versorgung also. Doch oftmals werden aufgrund der hohen Kompetenz der Ärzte und der vielen vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten sehr schnell invasive Methoden vorgeschlagen. So werden bei Schmerzen im Rücken, Knie oder in der Hüfte und Schulter Operationen vorgesehen, die sich mitunter als unnötig herausstellen. Das zeigt die Auswertung zum  Zweitmeinungsangebot

TK: Welche therapeutischen Möglichkeiten haben Schmerzpatienten, die ihre Hoffnungen in solche OPs gesetzt haben?

Schwäbe: Hier in Hamburg können sich Betroffene sogar in zwei spezifischen Zentren schmerztherapeutisch beraten lassen. Das Wirbelsäulenzentrum Hamburg Alsterdorf und das Rückenzentrum Am Michel gehören zu geprüften IMC-Schmerzzentren, die auf eine breite Methodenvielfalt zurückgreifen und interdisziplinär, unter anderem mit Psychologen, zusammenarbeiten. Durch die Kooperation mit der IMC bekommen TK-Versicherte innerhalb von sieben Tagen einen Termin. Sollte eine Therapie am Zentrum in Frage kommen, beginnt die Behandlung innerhalb von sieben Tagen nach dem diagnostischen Screening. Eine Operation kann damit in vielen Fällen vermieden werden.

Betroffene, die unter chronischen und akuten Schmerzen leiden, sollten nicht lange auf eine Behandlung warten müssen. Ein schönes Beispiel für Verträge, die Lücken schließen, die die Regelversorgung hinterlässt.

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