Hamburg/ Düsseldorf, 2. Oktober 2020. Vor dem Hintergrund der Insolvenz des Apotheken-Dienstleisters AvP Deutschland wird die Techniker Krankenkasse (TK) Apotheken schnell und unbürokratisch unterstützen, um entstandene Liquiditätsengpässe zu überbrücken. "In dieser für die betroffenen Apotheken sehr schwierigen und teils existenzbedrohenden Situation helfen wir auf mehreren Ebenen", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK.

Zum einen unterstützt die TK mit einer Sonderzahlung an die neuen Dienstleister der Apotheken und wird eine reguläre Abschlagszahlung von Anfang November auf Mitte Oktober vorziehen. Außerdem verzichtet die TK darauf, die vertraglich geregelte Abrechnungsfrist durchzusetzen. Das bedeutet, dass Apotheken, die noch kein neues Rechenzentrum gefunden haben, drei Monate statt einen Monat Zeit haben, das Rezept in die Abrechnung zu geben ohne eine Strafzahlung befürchten zu müssen. Mögliche Rechnungsbeanstandungen (Retaxierung/Retaxation) wird die TK frühestens ab Anfang 2021 mit den Apotheken verrechnen. Ballast: "Es ist uns wichtig, damit einen Beitrag zur sicheren Arzneimittelversorgung durch die niedergelassenen Apotheken zu leisten."