Hamburg, 3. März 2021. Wie sich die Impfung gegen das Coronavirus gut organisieren lässt, ist eine zentrale Frage für die Bewältigung der Pandemie. Da nun zunehmend mehr Impfdosen zur Verfügung stehen, sollen laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) spätestens ab April auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte das Impfen übernehmen. Dieses Vorhaben begrüßt die Techniker Krankenkasse (TK) ausdrücklich. Aus Sicht der TK ist es enorm wichtig, jetzt keine Zeit zu verlieren und schnell die Strukturen für mehr Impfungen gegen das Coronavirus zu schaffen. 

"Es ist ganz klar: Wir brauchen mehr Impfungen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Deshalb ist es richtig, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sobald wie möglich einzubeziehen - nur wenn die Strukturen auf diese Weise ausgebaut werden, können wir schnell eine hohe Durchimpfungsquote erreichen", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Damit es in den Praxen im April losgehen kann, müssen nun die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Um dies zu erreichen, ist es ganz entscheidend, nun die kurze Zeit zu nutzen, bis mehr Impfstoff da ist als in Zentren verimpft werden kann. Dazu gehört, Fragen der Verteilung und der Vergütung zu regeln. Wir müssen eine Situation vermeiden, in der ausreichend Impfstoff vorhanden ist, aber die Strukturen fehlen, um diesen zu verimpfen."

Die Impfverordnung soll nach dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums dahingehend geändert werden, dass ab der zweiten Märzwoche in ausgewählten Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden kann. Im April - wenn nach derzeitigem Stand die verfügbaren Impfdosen die Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen werden - sollen Haus- und Facharztpraxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend eingebunden werden.