Mit der elektronischen Variante des klassischen Papierrezepts sind die Zeiten der verlorenen und vergessenen Rezepte vorbei.

An der von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern zertifizierten Fortbildungsveranstaltung nahmen rund 40 Ärztinnen und Ärzte teil. Die Referenten der Veranstaltung waren Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik (Facharzt für Allgemeinmeidzin und Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz GmbH), Kai Peter Siemsen (Präsident der Apothekerkammer Hamburg und Inhaber der "Neuen Eilbecker Apotheke" in Hamburg) sowie Markus Jochem (Projekt "eRezept Deutschland", TK).

Die TK setzt sich konsequent für eine wohnortnahe und patientenzentrierte Versorgung ein. Mithilfe digitaler Angebote kann dies gerade im ländlichen Raum gelingen. Die Vorteile des "eRezept Deutschland" sind vielfältig. Insbesondere für die Patientinnen und Patienten bedeutet das eRezept mehr Komfort. Eine leichtere kontaktlose Organisation der Versorgung wird ermöglicht. Dabei geht es um einfachere und bessere Prozesse ohne Medienbrüche. Mit steigender Transparenz über die individuelle Behandlung nehmen Patientinnen und Patienten eine aktivere Rolle ein und können sich besser an der Behandlung beteiligen. Für die Ärzteschaft wird eine höhere Effizienz im Praxisalltag erwartet. Damit diese sich mehr auf die Behandlung und weniger auf die Verwaltung konzentrieren kann. Teilnehmende Ärztinnen und Ärzte können eRezepte in ihrer Praxis und im Rahmen der Fernbehandlung ausstellen.

Warum gibt es das Projekt "eRezept Deutschland"?

Digitale Angebote sind zunehmend eine wichtige Säule in der medizinischen Versorgung. Seit Jahren arbeiten Mediziner, Start-Ups sowie Krankenkassen gemeinsam daran, die ambulante Versorgung zu optimieren - nicht zu ersetzen. Der Startpunkt der Überlegungen war die Möglichkeit von Fernbehandlungen und die Überzeugung, dass diese in bestimmten Situationen eine sinnvolle Ergänzung sein kann. Die Beschlüsse der Ärztekammern zur Öffnung der Fernbehandlung waren das Signal sich auch mit dem eRezept zu befassen, denn nur damit können Videosprechstunden ihr volles Potential entfalten.

So funktioniert das "eRezept Deutschland"

Am Projekt beteiligte Ärztinnen und Ärzte stellen das eRezept aus. Dieses gelangt direkt in die TK-Doc-App. Dort können es Versicherte in Form eines QR-Codes abrufen und einer beteiligten Apotheke der Wahl zustellen. Die Apotheke fordert dann das eRezept verschlüsselt ab, händigt das Arzneimittel vor Ort aus oder stellt es per Botendienst zu. Des Weiteren kann ein eRezept auch bei einer teilnehmenden Versandapotheke eingelöst werden.

Neben der TK-Doc-App sind auch auf der Homepage des "eRezept Deutschlands" die teilnehmenden Arztpraxen und Apotheken zu finden.