Hamburg/Berlin, 29. Mai 2019. Allein in Hamburg erkrankten im Jahr 2017 rund 2.700 gesetzlich Krankenversicherte an schwarzem Hautkrebs. Mit bundesweit 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich um den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Wird das so genannte maligne Melanom zu spät erkannt, verläuft die Krankheit häufig tödlich. Das geht aus dem aktuellen Hautkrebsreport des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), der Universität Bremen und der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde. 

Nur zwei von zehn Hamburgern gehen zur Früherkennung

Nur jeder fünfte (19,5%) GKV-Versicherte in Hamburg nutzt das gesetzliche Hautkrebsscreening. Damit gehen Hamburger aber immer noch häufiger zur Früherkennung beim Fach- oder Hausarzt als im bundesweiten Vergleich. Besonders "früherkennungsfaul" sind die Berliner (15,6%), Thüringer (16,8%) und Sachsen-Anhaltiner (16,8%). Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg: "Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto besser kann man ihn behandeln. Deshalb sind die Früherkennungsuntersuchungen sehr wichtig. Dafür möchten wir die Versicherten mit dem Hautkrebsreport sensibilisieren." 

Gesetzlich Versicherte haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung. Diese erfordert kaum Zeit und ist auch nicht schmerzhaft. "In Hamburg können TK-Versicherte das Hautkrebsscreening sogar schon ab dem Alter von 15 Jahren kostenlos in Anspruch nehmen. Regulär übernehmen Krankenkassen die Kosten für die Früherkennung erst ab dem 35. Lebensjahr", so Puttfarcken. 

Die Haut vergisst nie    

UV-Strahlung gilt als der wichtigste Risikofaktor für Hautkrebs. Die Ursache für die Erkrankung liegt häufig schon Jahrzehnte zurück. "20 bis 30 Jahre braucht Hautkrebs, um sich zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Matthias Augustin, Dermatologe am UKE und Herausgeber des Reports. Mit dem Alter steigt daher das Risiko erheblich, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen - das zeigen die Zahlen der GKV-Versicherten. Von ihnen erkranken jährlich durchschnittlich 843 von 100.000 Versicherten an schwarzem Hautkrebs. Zum Vergleich: Bei den 20- bis 24-Jährigen sind es nur 41 von 100.000 Versicherten. Dabei zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Bis zu einem Alter von 60 Jahren erkranken mehr Frauen an einem malignen Melanom als Männer. Danach kehrt sich das Bild um. 

Hinweis für die Redaktionen

Eine digitale Pressemappe zum Hautkrebsreport 2019 , den Hautkrebsreport 2019 - Studienband (PDF, 5,9 MB) sowie Infografiken zum Thema gibt es auf tk.de (Suchnummer 2061202).