Hamburg, 14. November 2019. Leben Menschen mit anderen zusammen in einem Haushalt, haben sie häufiger einen Impfpass. Diesen Zusammenhang zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zum Thema Impfen. 

95 Prozent der Befragten, die in einem Haushalt mit drei oder mehr Personen leben, gaben an, dass sie einen Impfpass besitzen. Bei Ein-Personen-Haushalten waren es hingegen nur 81 Prozent. Das heißt umgekehrt: Etwa jeder fünfte Alleinlebende hat keinen Impfpass. Leben zwei Personen zusammen, besitzt jeder Achte keinen Impfpass. 

"Über die Gründe für diese Unterschiede können wir nur spekulieren. Es könnte sein, dass Menschen in Haushalten mit Kindern für das Thema Impfen sensibilisierter sind", sagt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK. "Die Ergebnisse zeigen jedoch deutlich, dass zu viele Menschen keinen Impfpass haben und ihren Impfstatus gar nicht überprüfen können. Deshalb unterstützen wir die aktuellen Forderungen nach mehr unabhängiger Aufklärung." Unabhängig davon wie viele Personen zusammen leben, gab in der Umfrage jeder Achte an, keinen Impfpass zu haben.

Vor dem Hintergrund zu niedriger Impfquoten wird seit einiger Zeit eine Impfpflicht diskutiert. In dieser Woche wird im Bundestag über das Masernschutzgesetz abgestimmt. Die Impfpflicht soll zum 1. März 2020 kommen.

Hinweis für die Redaktionen

Für die repräsentative Studie im Auftrag der TK hat das Forschungsinstitut Forsa im August und September 2019 1.002 Personen befragt. Auf unserem Presseportal gibt es weitere Ergebnisse der Umfrage sowie Daten zu den aktuellen Impfquoten bei Kleinkindern.