Potsdam, 30. Oktober 2020. Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden in Brandenburg deutlich häufiger verordnet als im Bundesdurchschnitt.Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich der bundesweiten Herzwochen hin. Die Herzwochen beginnen am 1. November 2020.

Hohe Zahl an Tagesdosen 

Statistisch gesehen bekam im Jahr 2019 jeder Erwerbstätige und Arbeitslosengeld-I-Empfänger in Brandenburg durchschnittlich 107 Tagesdosen Herz-Kreislauf-Medikamente verschrieben. Damit entfielen knapp 42 Prozent aller pro Kopf verordneten Tagesdosen auf diese Arzneimittelgruppe. "Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben ganz unterschiedliche Ursachen", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg. "Durch gesunde Ernährung, Bewegung und Vermeidung von Stress kann aber schon viel für die Herzgesundheit getan werden." 

Herz-Kreislauf-Medikamente am meisten verschrieben 

Besonders viel werden Herz-Kreislauf-Medikamente in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern verschrieben. Brandenburg befindet sich an vierter Stelle. Bundesweit lag die Quote bei knapp 95 Tagesdosen und einem Anteil von 37 Prozent. Laut aktuellem Gesundheitsreport der TK stehen Herz-Kreislauf-Präparate somit erneut an der Spitze der verschriebenen Medikamente - sowohl bundesweit als auch in Brandenburg. Substanzübergreifend verzeichnete die TK in Brandenburg im Jahr 2019 insgesamt ein Verordnungsvolumen von 256 Tagesdosen pro Kopf. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Wert noch bei 213 Tagesdosen gelegen. 

Hinweis für die Redaktion 

Für den Gesundheitsreport 2020 hat die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund fünf Millionen bei der Kasse versicherten Erwerbspersonen ausgewertet, davon rund 151.000 mit Wohnsitz in Brandenburg. Zu den Erwerbspersonen zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Mehr Informationen zu den Herzwochen gibt es bei der Deutschen Herzstiftung