Mainz, 10. Mai 2021. Im ersten Halbjahr 2020 haben sich in Rheinland-Pfalz fünfmal so viele Menschen ab 60 Jahren gegen Pneumokokken impfen lassen wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Das zeigen aktuelle Auswertungen der Techniker Krankenkasse (TK). Während im ersten Halbjahr 2019 nur 1,2 Prozent der rheinland-pfälzischen TK-Versicherten ab 60 Jahren eine Pneumokokken-Impfung erhielten, waren es ein Jahr später 6,2 Prozent. Auch bundesweit stieg die Impfquote von 1,7 Prozent auf 6,6 Prozent. 

Bei Pneumokokken handelt es sich um Bakterien, die beispielsweise Lungen- oder Hirnhautentzündungen auslösen können. "Zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hatte das Gesundheitsministerium älteren Menschen verstärkt zu der Impfung geraten, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. "Wir freuen uns, dass viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer dieser Empfehlung nachgekommen sind."

Am höchsten ist der Anteil der Geimpften in der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen. 7,4 Prozent von ihnen wurden im ersten Halbjahr 2020 gegen Pneumokokken immunisiert.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Pneumokokken-Impfung allen Menschen ab 60 Jahren sowie Patientinnen und Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Je nach Gesundheitszustand muss die Impfung möglicherweise nach mehreren Jahren aufgefrischt werden. Dies sollte mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.