Kiel, 4. Mai 2021 Im ersten Halbjahr 2020 haben sich in Schleswig-Holstein fast vier Mal mehr Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) ab 60 Jahren gegen Pneumokokken impfen lassen als im gleichen Zeitraum in 2019. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Kasse. Etwa jeder 14. Versicherte ab 60 Jahren hat sich von Anfang Januar bis Ende Juni impfen lassen.

Die deutliche Erhöhung der Impfungen lässt sich auf die Coronapandemie zurückführen. Anfang März 2020 riet das Bundesgesundheitsministerium älteren Menschen und Patientinnen und Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen zu einer Pneumokokkenimpfung. Der Grund: Pneumokokken-Infektionen können schwere Lungenentzündungen auslösen, welche sich durch die Impfung vermeiden lassen.

"Die Impfbereitschaft in Schleswig-Holstein ist überdurchschnittlich hoch. Wichtig ist, dass die Menschen weiterhin von dem Angebot Gebrauch machen und sich mit einer Impfung schützen lassen", sagt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung in Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein liegt über dem bundesweiten Durchschnitt

Die Impfquote in Schleswig-Holstein stieg von 1,9 Prozent im ersten Halbjahr 2019 auf 7,3 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Auch bundesweit ist die Impfquote deutlich gestiegen. Während sich 2019 etwa 1,7 Prozent im ersten Halbjahr impfen ließen, stieg die Zahl 2020 auf 6,6 Prozent.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Pneumokokken-Impfung generell für Menschen ab 60 Jahren sowie für Patientinnen und Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten. Ob und wann eine Auffrischung nötig ist, sollte mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin besprochen werden.