Potsdam, 3. Juli 2020. Brandenburger Senioren lassen sich immer häufiger gegen Pneumokokken impfen. Darauf weist die Techniker Krankenkasse in Potsdam hin und bezieht sich auf eigene Auswertungen. Demnach stieg die Zahl der Impfungen seit 2014 um 108 Prozent. Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder Sepsis hervorrufen können.

Schwere Verläufe bei Pneumokokken-Infektionen

Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg: "Infektionskrankheiten können gerade bei älteren Menschen schwere Verläufe nehmen oder gar tödlich enden. Das wissen wir nicht erst seit der Corona-Pandemie.“ Neben älteren Menschen sind besonders Säuglinge und Kleinkinder gefährdet. Daher empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) für diese Altersgruppe die Impfung gegen Pneumokokken. Hertzer: "Impfungen gehören zu den wirkungsvollsten Maßnahmen der Vorsorge. Deswegen ist der deutliche Anstieg der Impfzahlen bei älteren Menschen erfreulich."

Zuwachs bei Grippeschutzimpfungen

Auch bei der Zahl der Grippeschutzimpfungen konnte die TK einen Zuwachs verzeichnen. Hier gab es in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von 18 Prozent. Die Grippe kann ältere Menschen besonders schwer treffen. Das RKI rät daher daher Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und Risikopersonen zu dieser Impfung. Hertzer: "Wenn das Immunsystem durch die Grippe bereits geschwächt ist, kann das andere Infektionen begünstigen.“

Hinweis für die Redaktion

Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI die jährliche Grippeschutzimpfung. Da auch die Schutzdauer der Pneumokokken-Impfung begrenzt ist, hält die STIKO Wiederholungsimpfungen im Abstand von mindestens sechs Jahren für Senioren grundsätzlich für sinnvoll