Hannover, 5. November 2021. In Niedersachsen ist der Anteil der verordneten Antibabypillen der sogenannten neueren Generation (3. und 4. Generation) in den vergangenen Jahren leicht gesunken.

2020 nahmen knapp 47 Prozent der jungen TK-versicherten Pillenanwenderinnen aus Niedersachsen ein solches Präparat. 2017 waren es noch rund 50 Prozent. Damit bewegt sich Niedersachsen im bundesweiten Trend.

Höheres Thromboserisiko

 Präparate der 3. und 4. Generation weisen laut Studien insgesamt ein höheres Thromboserisiko auf. "Möglicherweise ist die rückläufige Verordnungspraxis auch auf die Risiken von Nebenwirkungen zurückzuführen. Bei der Entscheidung, welche Pille am besten geeignet ist, sind die Ärztinnen und Ärzte immer die wichtigsten Ansprechpartner. Gemeinsam mit ihnen sollten Risiken und Nutzen besprochen und abgewogen werden", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen.  

Hinweis für die Redaktion

Mehr Informationen über die Antibabypille gibt es auf pille.tk.de . Die TK hat Routinedaten ihrer Versicherten bis 19 Jahren beziehungsweise ab 2019 bis 21 Jahren ausgewertet: Seit Frühjahr 2019 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bis zum vollendeten 22. Lebensjahr die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie die Antibabypille.