Hamburg, 27. Juli 2021. Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren. So hat im vergangenen Jahr nur noch etwa jede 16. erwerbstätige Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormonpräparat von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verordnet bekommen (6,2 Prozent) - ein neuer Tiefstand. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 

Vor 20 Jahren nahm noch mehr als jede dritte Frau in der Altersgruppe (37 Prozent) Hormonersatzpräparate, um gegen die Begleiterscheinungen der Wechseljahre anzukämpfen. 2010 wurde knapp jeder zehnten Frau ein solches Medikament verschrieben (9,6 Prozent). 

Einnahme von Hormonpräparaten abwägen

Der deutliche Rückgang im Laufe der vergangenen 20 Jahre ist auf wissenschaftliche Studien zurückzuführen, die Nebenwirkungen und Risiken aufzeigten. Demnach können bestimmte Hormonpräparate beispielsweise das Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Thrombose und auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Betroffene Frauen mit starken Beschwerden sollten gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gründlich die Vor- und Nachteile einer Einnahme von Hormonpräparaten abwägen und sich gegebenenfalls über Alternativen informieren.

Immer weniger Hormon­prä­pa­rate in den Wech­sel­jahren

Infografik: Zahl der Fehlzeiten bei Pflegekräften auf einem hohen Niveau. Quelle: TK-Gesundheitsreport 2021 Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Im vergangenen Jahr hat nur noch etwa jede 16. erwerbstätige Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormonpräparat von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verordnet bekommen (6,2 Prozent) - ein neuer Tiefstand. Das geht aus dem aktuellen TK-Gesundheitsreport 2021 hervor. 

Hinweis für die Redaktion

Für den Gesundheitsreport 2021 hat die TK die Arzneiverordnungen ihrer 5,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld I.