Hamburg, 2. Oktober 2020. Bei der Verleihung der renommierten Awards des Dienstes für Gesellschaftspolitik (dfg) sind in diesem Jahr gleich zwei Versorgungsprojekte der Techniker Krankenkasse (TK) erfolgreich gewesen. Die im Februar gestartete digitale Virtual-Reality-Angsttherapie Invirto gewann den ersten Preis in der Kategorie "Beste Start-up-Lösung im Gesundheitswesen". Das schleswig-holsteinische Fernbehandlungsprojekt "Telemedizin im ländlichen Raum" war in der Kategorie "Herausragende digitale Versorgungsmodelle im Gesundheitswesen" erfolgreich. Der Chefredakteur und Herausgeber des Hintergrunddienstes dfg , Wolfgang G. Lange, sagt: "Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen mit unseren Sponsoren auch im Corona-Jahr den dfg-Award an so herausragende Projekte, die die Gesundheitsversorgung in Deutschland nachhaltig und positiv beeinflussen, vergeben können."

Verlei­hung des dfg-Awards 2020 in Hamburg

Die Preisträger bei der Verleihung des dfg-Awards 2020 in Hamburg Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
v. l. n. r.: Thomas Ballast, Wolfgang G. Lange, Maren Puttfarcken (Landesvertretung Hamburg) sowie die Sympatient-Geschäftsführer Christian Angern, Julian Angern und Benedikt Reinke

TK ist erste Kasse mit VR-Technik gegen Angststörungen

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der TK, Thomas Ballast, erklärt zur Preisverleihung: "Ich freue mich außerordentlich über den Erfolg unserer Projekte. Die Fachwelt betont schon seit langem, dass wir die Virtual-Reality-Technik stärker für die Therapie von Angststörungen nutzen müssen. Gemeinsam mit den jungen Machern des Start-ups Sympatient ist es uns gelungen, dazu ein erfolgreiches Projekt aufzusetzen. Seit Februar sind wir die erste Kasse, die mit Invirto ein solches Therapiekonzept im Angebot hat. Mit der absolut leitliniengerechten Therapie können wir den Menschen mit Angststörungen besser und komfortabler helfen. Gleichzeitig nutzen wir die knappe Ressource unserer Psychotherapeuten effizienter." 

dfg-Award ist große Anerkennung für drei harte Jahre Arbeit

Der Mitbegründer und Geschäftsführer des ausgezeichneten Start-ups Sympatient, Christian Angern, bedankt sich für die ehrenvolle Auszeichnung: "Wir freuen uns riesig, dass die harte Arbeit der vergangenen drei Jahre für eine bessere und zeitgemäße Therapie von Angstpatienten mit dem dfg-Award anerkannt wird. Mit der digitalen Therapie können wir die Patienten in ihren eigenen vier Wänden therapieren und ihnen eine Rückkehr zu einem Leben ohne Angst ermöglichen." 

Telemedizin im ländlichen Raum mit konsequenter Patientenzentrierung

Ballast lobt die Macher des Projekts "Telemedizin im ländlichen Raum" für ihre konsequente Patientenzentrierung. Bei dem Projekt können mehrere hausärztliche Praxen per Video einen Augenarzt für die Behandlung eines Patienten hinzuziehen. Ballast: "Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein werden Digitalisierung und Telemedizin feste und wertvolle Bestandteile der medizinischen Versorgung sein. Durch die digitalen ärztlichen Konsultationen bleiben Patienten lange Anfahrtswege und Wartezeiten beim Spezialisten erspart. Die Ärzte können zudem ihre Arbeitszeit effektiver einsetzen. Die digitale Technik hilft in dem Fall allen Beteiligten."

Das Projekt entstand in einer Kooperation von der TK und ihren Vertragspartnern - der Gesellschaft für integrierte ophthalmologische Versorgung Schleswig-Holstein (GIO), der Ärztegenossenschaft Nord, dem Hausärzteverband Schleswig-Holstein sowie dem Institut für Allgemeinmedizin am UKSH in Lübeck. Es wird aus dem Versorgungssicherungsfonds des Landes Schleswig-Holstein gefördert. Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg: "Aus guten Gründen fördern wir dieses Projekt. Telemedizin im ländlichen Raum ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Ärztinnen und Ärzte entlastet und gleichzeitig die Versorgung in der Fläche gestärkt werden kann, wovon vor allem die Patientinnen und Patienten profitieren. Ich freue mich sehr, dass das Projekt diese bedeutende Auszeichnung erhält."

Hinweis für die Redaktion

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten gibt es unter  Invirto - die Therapie gegen Angst und  Telemedizin im ländlichen Raum