Die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe ermöglicht es Versicherten, alle Daten rund um ihre Gesundheit strukturiert und übersichtlich an einem Ort zu speichern und selbst zu managen. Bislang liegen die medizinischen Daten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern oder Krankenkassen. Das soll sich mit TK-Safe ändern. Die Daten stehen dann überall und jederzeit mit dem Smartphone über die TK-App zur Verfügung - geschützt durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

TK: Warum bringt die TK gemeinsam mit IBM eine elektronische Gesundheitsakte (eGA) auf den Weg?

Schmidt-Bodenstein: Das deutsche Gesundheitswesen kann nicht länger abwarten, bis die Gematik die nötige Infrastruktur für die elektronische Patientenakte (ePA) geschaffen hat. Für uns ist klar: Die Zeit ist reif. Das sehen die Menschen in Schleswig-Holstein genauso. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergab, dass drei Viertel der Schleswig-Holsteiner die Einführung einer digitalen Gesundheitsakte befürworten.

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Sören Schmidt-Bodenstein

Mit TK-Safe steht unseren Versicherten eine solche Akte zur Verfügung. TK-Safe haben wir gemeinsam mit IBM Deutschland entwickelt. Es handelt sich dabei um eine geschützte digitale Plattform, auf der die Versicherten künftig per Smartphone alle ihre medizinisch relevanten Daten jederzeit griffbereit erfassen, sammeln, speichern und verwalten können. Die Nutzung ist für die Versicherten freiwillig und kostenlos.

Die eGA ist eines der wichtigsten Instrumente in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Da sind sich weitestgehend alle Experten einig. Auch globale Akteure wie Google, Amazon und Apple haben das Gesundheitswesen längst als großen Wachstumsmarkt entdeckt und bieten entweder bereits eigene elektronische Akten an oder arbeiten mit Hochdruck daran. Aus Sicht der TK darf dieses wichtige Feld nicht allein privatwirtschaftlichen Anbietern überlassen werden.