Hamburg, 13. April 2021. Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Patientenakte (ePA) "TK-Safe" hat die Marke von 100.000 Nutzerinnen und Nutzern geknackt. Seit dem Start der ePA am 1.1. dieses Jahres sind jeden Monat durchschnittlich mehr als 30.000 Nutzerinnen und Nutzer hinzugekommen. "Das hat unsere Erwartungen übertroffen", so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Das ist ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass die Downloads der führenden Apps im Segment Gesundheit bei rund 30.000 bis 50.000 pro Quartal liegen."

Die ePA ist zum Jahresbeginn in einer Basisversion gestartet und soll in einem schrittweisen Prozess weitere Funktionen und Inhalte bekommen. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das, dass die Kernfunktion der Akte – die bundesweite Vernetzung mit Arztpraxen und Krankenhäusern – voraussichtlich erst im Sommer starten wird. "Wir haben alle Kraft darauf gesetzt, dass wir unseren Versicherten schon zum Start eine gefüllte Patientenakte bieten konnten inklusive eines breiten Sets an Funktionen", so Baas. Diese Anstrengung in der Entwicklung der Akte zahle sich nun aus. Versicherte haben über TK-Safe auf ihrem Smartphone jederzeit Zugriff auf ihre Medikamentenübersichten, Arztbesuche, Behandlungen, Diagnosen und Impfungen. Sie müssen die Daten nicht manuell eingeben, sondern können sie von der TK in ihre Akte laden lassen. Versicherte können sich an den nächsten Kontrolltermin beim Zahnarzt oder anstehende Krebsvorsorgeuntersuchungen erinnern lassen. Eltern können zudem die Daten ihrer Kinder über TK-Safe managen. 

Nutzung der Pati­en­ten­akte

TK-Infografik: Wer nutzt die elektronischen Patientenakte? Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
28 Prozent der Nutzer der elektronischen Patientenakte "TK-Safe" sind zwischen 26-35 Jahren. Nur 4 Prozent der Nutzer sind 70 Jahre oder älter. 

Erstes Resümee nach drei Monaten ePA

"Dass das Interesse an der Akte bereits zum Start so groß war, zeigt, dass die ePA enormes Potenzial hat. In anderen Ländern ist sie längst die zentrale App für alle Belange rund um die Gesundheit der Patientinnen und Patienten. Dafür brauchen wir ein Tool, das selbsterklärend ist und einfach in der Nutzung. Derzeit ist das Handling der ePA in einigen Punkten noch zu kompliziert", sagt Baas. Die TK habe beispielsweise bei der Umsetzung der technischen Vorgaben zur Registrierung für die Akte sehr kämpfen müssen, um sie für die Nutzerinnen und Nutzer praktikabel anzulegen. "Trotzdem ist die Registrierung aufgrund der gesetzlichen Vorgaben immer noch viel zu umständlich", so Baas. "Obwohl unsere ePA eine der wenigen Akten ist, bei der man sich bereits voll digital von zuhause aus anmelden kann, und nicht über den Umweg über die Kundenberatung vor Ort, muss der Anmeldeprozess noch einfacher werden." Dabei sei es selbstverständlich, dass sensible Gesundheitsdaten bestmöglich geschützt werden müssten. Allerdings dürfe darüber die Benutzerfreundlichkeit nicht vergessen werden. "Nur wenn man in der ePA genauso komfortabel navigieren kann wie in kommerziellen Apps, wird sie sich langfristig etablieren", so Baas. 

Männer haben bei der Nutzung die Nase vorn

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Patientenakte: 58 Prozent der Nutzer der Patientenakte sind männlich. 

Vernetzung mit Arztpraxen und Krankenhäusern muss funktionieren
Mit dem Anschluss der Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken, der Mitte des Jahres folgen soll, steht Patientinnen und Patienten eine der wichtigsten Funktionen der ePA bereit: Sie können Befunde, Arztbriefe und Laborergebnisse von ihren Ärzten erhalten und für andere Ärzte freigeben. "Die Daten helfen, Krankheiten und Krankheitsverläufe besser zu verstehen und damit erfolgreicher zu behandeln", so Baas. Dafür müsse jedoch gewährleistet sein, dass der Datenaustausch funktioniere und alle Praxen und Krankenhäuser angebunden seien. "Patientinnen und Patienten müssen darauf vertrauen können, dass der Datenabruf beim Besuch in der Arztpraxis auch funktioniert", so Baas. 

Hinweis für die Redaktion

Alle Informationen zu TK-Safe finden Sie unter www.tk.de/patientenakte