Berlin, 3. Juni 2021. 35 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben schon einmal Unstimmigkeiten zwischen Akteuren im Gesundheitswesen bei der medizinischen Behandlung erlebt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin.

Von den Befragten, die über Unstimmigkeiten berichtet haben, erlebten die meisten diese zwischen Hausarzt und Facharzt (46 Prozent), zwischen behandelndem Arzt und Krankenhaus (44 Prozent) oder innerhalb des medizinischen Personals im Krankenhaus (34 Prozent).

Elektronische Patientenakte kann Abhilfe schaffen

"Diese persönlichen Erfahrungen unserer Versicherten nehmen wir ernst", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin. "Wichtig ist, den Patientinnen und Patienten einen umfassenden Überblick über ihre Behandlung zu geben. Die elektronische Patientenakte, die seit Anfang des Jahres allen Versicherten zur Verfügung steht, kann dabei entscheidend helfen."

So haben künftig Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit, in der elektronischen Patientenakte (ePA) vorangegangene Untersuchungen und Medikamentenverordnungen einzusehen. "Auf diese Weise lassen sich unnötige Doppeluntersuchungen wie beispielsweise Röntgenaufnahmen, aber auch Medikamentenunverträglichkeiten weiter reduzieren", sagt Susanne Hertzer.

Die elektronische Patientenakte der Techniker Krankenkasse, TK-Safe, wird bereits von mehr als 130.000 Versicherten genutzt. Sie allein entscheiden, wer ihre Daten sehen darf. "Mit der Akte werden die Versicherten zu Akteuren und können selbst zu einer Umsetzung eines schnellen und reibungslosen Behandlungsablaufes beitragen", sagt Susanne Hertzer. "Sobald Ärztinnen und Ärzte in die Akte eingebunden sind, wird sich der Nutzen in der Praxis deutlich steigern."

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Hinweis für die Redaktion

Die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 11. bis 25. Januar 2021 durchgeführt. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf Berlin. Die Befragten repräsentieren einen Querschnitt der volljährigen Bevölkerung im Land.