Stuttgart, 20. Mai 2019. Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" ist seit heute im Live-Betrieb. Nach einem erfolgreichen Betatest mit 160.000 Nutzern können nun auch alle 1,2 Millionen TK-Versicherten in Baden-Württemberg ihren persönlichen digitalen Datentresor auf dem Smartphone nutzen. Der Erfolg zeigt, dass bei den Versicherten der Bedarf für eine digitale Akte besteht. "Versicherte möchten Einblick in ihre eigenen Gesundheitsinformationen", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. 

Die eigene Gesundheit in der Hosentasche

Das Besondere bei TK-Safe ist, dass es sich nicht nur um einen sicheren Speicher für alle Informationen rund um die Gesundheit handelt, auf den ausschließlich der Versicherte selbst Zugriff hat. Bei TK-Safe starten die Versicherten auf Wunsch mit einer gefüllten Gesundheitsakte. Sie können sich die Abrechnungsdaten der Krankenkasse in ihre Akte laden. So bekommen sie vollständige Historien über Medikamente, Arztbesuche, Diagnosen und Impfungen ohne die Daten manuell eintippen zu müssen. Bislang haben Patienten keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen und müssen Röntgenbilder und Labordaten mühsam bei verschiedenen Ärzten anfragen und zusammentragen. 

Vernetzung mit 2.000 ambulanten Ärzten im Südwesten

Damit Versicherte schnell und unkompliziert an ihre Gesundheitsdaten kommen, können sich auch ambulante Ärzte an TK-Safe anschließen. Mit dem Datenaustauschdienst "KV-Connect" sind bundesweit 12.000 Arztpraxen mit der Akte vernetzt, darunter 2.000 aus Baden-Württemberg. Dadurch können Dokumente wie Arztbriefe direkt von den Ärzten aus ihrer Praxissoftware in die Gesundheitsakte gesendet werden.

Zwei Kliniken bislang an TK-Safe angeschlossen

Die elektronische Datenübertragung mit Krankenhäusern läuft bereits seit Start des Betatests. 18 Häuser des Gesundheitskonzerns Agaplesion sind an TK-Safe angeschlossen, darunter die Agaplesion Bethesda Klinik Ulm und das Agaplesion Bethanien Krankenhaus in Heidelberg. Zudem haben mehrere Krankenhäuser aus Baden-Württemberg die Absicht erklärt, den Anschluss an TK-Safe zu prüfen.

TK-Safe ist bereit für die elektronische Patientenakte
Der Gesetzgeber hat festgeschrieben, dass Krankenkassen ihren Versicherten ab 2021 eine elektronische Patientenakte anbieten müssen. Die elektronischen Gesundheitsakten der Krankenkassen wie TK-Safe und die digitale Patientenakte des Bundes werden dann in ein Konzept gegossen. 

Hinweis für die Redaktionen

Alle Informationen zu TK-Safe finden Sie unter www.tk.de/gesundheitsakte . TK-Versicherte können sich in der TK-App über den Button "TK-Safe" für ihre persönliche elektronische Gesundheitsakte anmelden.