Stuttgart, 20. Dezember 2018. Der Vorstand der KVBW begrüßt die Zusammenarbeit zwischen der Techniker Krankenkasse und den Kassenärztlichen Vereinigungen, die vor kurzem vereinbart wurde. Die Vorstände der Techniker Krankenkasse (TK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hatten sich darauf verständigt, dass künftig die Arztpraxen über die in den Praxisverwaltungssystemen integrierte KV-Connect-Schnittstelle an die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe angebunden werden sollen.

Versicherte können ihre Krankenhistorie mit Ärzten teilen

Damit können beispielsweise Laborbefunde, Arztbriefe und Röntgenbilder elektronisch in den digitalen Akten der Patienten gespeichert werden. Auch umgekehrt haben die Patienten die Möglichkeit, vor einem Arztbesuch Befunde aus bisherigen Besuchen bei anderen Ärzten zur Verfügung zu stellen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Johannes Fechner, sieht darin eine positive Entwicklung.

KV-Connect als zentraler ambulanter Kommunikationsdienst

"Es ist nur zu begrüßen, wenn die größte Krankenkasse in Deutschland und die Kassenärztlichen Vereinigungen in diesem Bereich zusammenarbeiten. In Baden-Württemberg unterstützen wir das. Dadurch, dass der Dienst KV-Connect an der Schnittstelle zu TK-Safe eingesetzt werden soll, ergeben sich für unsere Mitglieder neue Anwendungsmöglichkeiten. KV-Connect entwickelt sich damit immer mehr zum zentralen Kommunikationsdienst für den sicheren Datenaustausch in der ambulanten Versorgung."

TK-Safe wird weiter gefüllt

Der Leiter der TK-Landesvertretung, Andreas Vogt, sieht in der Anbindung einen wichtigen Erfolg für die Vernetzung des Gesundheitswesens: "Ab dem ersten Halbjahr 2019 sind unmittelbar alle 1.400 Ärzte, die bereits heute KV-Connect nutzen, in der Lage mit dem TK-Safe Daten auszutauschen." Alle anderen Ärzte könnten jederzeit zu KV-Connect dazu stoßen - egal, welche Praxissoftware sie bisher nutzten.

Hintergrund

TK und IBM bieten ihren Versicherten TK-Safe seit April 2018 an. Für den Aufbau der Vernetzung haben TK und IBM zunächst mit der Anbindung von Krankenhäusern begonnen. Jetzt wird der Fokus auf die Vernetzung mit dem ambulanten Sektor erweitert. Bei dem Projekt spielt auch die sichere Infrastruktur für die Datenspeicherung der IBM eine wichtige Rolle. Die elektronischen Gesundheitsdaten der TK-Versicherten werden dabei mit zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen versehen verschlüsselt und anonymisiert ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert. Der Service erfüllt die aktuellen EU-Sicherheitsstandards und deutschen eHealth-Anforderungen für Datenspeicherung.

Ansprechpartner Presse

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