Hamburg, 21. Dezember 2018. "… Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" ist unter den Norddeutschen immer noch weit verbreitet. Doch mittlerweile greifen auch knapp drei Viertel der Norddeutschen auf das Internet als Informationsquelle zu Gesundheitsthemen zurück - von ihnen nutzen 93 Prozent Suchmaschinen wie Google. Das zeigt die Studie "Homo Digivitalis" der Techniker Krankenkasse (TK), in der die digitale Gesundheitskompetenz der Menschen in Deutschland in den Fokus gerückt wird. 

"Valide und qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen sind von Dr. Google in den seltensten Fällen zu erwarten. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, seriöse von unseriösen Inhalten zu unterscheiden. Das ist ein Grund mehr, weshalb wir als TK uns dafür einsetzen, unsere Versicherten in ihrer Gesundheitskompetenz und Patientensouveränität zu stärken", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

Unsicherheit gegenüber Informationen aus dem Netz

Laut der Studie sehen 65 Prozent der Befragten in Norddeutschland das Internet für ihre Recherche zum Thema Gesundheit als wichtig bis sehr wichtig an. Doch fragliche Inhalte und Quellen im Netz sind für 72 Prozent der Menschen in Norddeutschland der Grund, weshalb sie das Internet nicht (mehr) zur Suche nach Gesundheitsinformationen nutzen. Im Bundesdurchschnitt sind es 76 Prozent. 

Zugang zu qualitätsgesicherten Gesundheitsinformationen

Die TK kooperiert mit dem Berliner Unternehmen Ada Health und stellt künftig ihren Versicherten ein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Angebot zur Verfügung. "Die App Ada bündelt valides, medizinisches Wissen und ist eine Antwort auf die Nachfrage nach Gesundheitsinformationen. Da sich der Wissensfundus stetig erweitert, kann Ada über kurz oder lang die Informations-Häppchen von Dr. Google ersetzen", so Puttfarcken. TK-Versicherte erhalten über die Kooperation einen Zugang zu qualitätsgesicherten Informationen und darüber hinaus passende digitale Versorgungsangebote der TK.

Hinweis für die Redaktionen
Für die Studie zur digitalen Gesundheitskompetenz "Homo Digivitalis" befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 2018 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrer Gesundheitskompetenz. Die Bundesländer wurden teilweise in Gruppen zusammengefasst. Hamburg gehört zusammen mit Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zur Gruppe der norddeutschen Länder. Die wichtigsten Ergebnisse sind in einem 46-seitigen Studienband zusammengefasst und stehen unter www.presse.tk.de zum kostenlosen Download (Suchnummer 981794) zur Verfügung.

Im Interview erklärt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, warum die TK in einer Kooperation mit dem Unternehmen "Ada Health" auf Künstliche Intelligenz setzt.