Düsseldorf, 25. Februar 2019. Mit der St. Franziskus-Stiftung, dem Universitätsklinikum Essen, der Contilia-Gruppe und der "Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe" haben sich vier weitere Klinikverbünde in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit der elektronischen Gesundheitsakte der Techniker Krankenkasse (TK) - TK-Safe - vernetzt. Entwickelt wurde die Gesundheitsakte mit der IBM Deutschland GmbH. In einer gemeinsamen Absichtserklärung einigten sich die Vertragspartner auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Den Teilnehmern ist es in Zukunft möglich, Daten aus ihren Systemen in die elektronische TK-Gesundheitsakte einzuspielen. Bereits seit dem letzten Jahr ist das Universitätsklinikum der RWTH-Aachen angeschlossen.

Auf diese Weise bekommen TK-Versicherte auf Wunsch ihren Entlassungsbrief aus der Krankenhaus-Software der Kliniken direkt in ihre Gesundheitsakte übertragen. Barbara Steffens, Leiterin der TK in NRW: "Wir freuen uns sehr, dass wir die Krankenhausträger für eine Kooperation gewinnen konnten. Damit bekommen Patientinnen und Patienten weitere Krankheitsdaten und können sie selbst managen." 

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v.l.n.r: Benjamin Freudenreich, IBM Deutschland GmbH, Dr. Nils Brüggemann und Dr. Daisy Hünefeld, Vorstände der St. Franziskus-Stiftung Münster, Barbara Steffens, Leiterin der TK in NRW, Dr. Klaus Goedereis, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster.

Echter Mehrwert für den Patienten

Aus Sicht der Klinikträger ist der unmittelbare Zusatznutzen für die Patienten ein entscheidendes Argument pro TK-Safe. Auf diesem digitalen Weg werden den Patienten alle medizinisch relevanten Informationen zugänglich gemacht. Diese Informationen unterstützen die Diagnostik und Therapie, verbessern die Behandlungsprozesse und leisten damit einen echten Mehrwert für den Patienten. 

TK-Safe schafft Transparenz

Bis jetzt hatten Patienten keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen, sondern mussten sie mühsam bei Ärzten und Krankenhäusern anfragen und zusammentragen. TK-Safe schafft Transparenz und fördert die informationelle Selbstbestimmung der Patienten. Nur sie haben Zugriff auf alle relevanten medizinischen Informationen und sie bestimmen, ob und wem sie die Daten zur Einsicht freigeben. Weder die TK noch IBM können darauf zugreifen. Über die TK-App können sich TK-Versicherte für den erweiterten Anwendertest von TK-Safe registrieren.

Nur der Versicherte ist Herr seiner Daten

TK-Safe ist ein digitaler Datentresor, auf den überall und jederzeit per Smartphone über die TK-App zugegriffen werden kann. "Nur der Versicherte kann die Daten mit seinem persönlichen „Schlüssel“ öffnen und einsehen. Egal von welcher Quelle die Daten in die Akte kommen, sei es vom Arzt oder von der Krankenkasse: Die Daten werden immer an der Quelle individuell verschlüsselt und gelangen so verschlüsselt in die Akte. Last but not least erfolgt die gesamte Datenhaltung in einem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland bei der IBM.", betont Benjamin Freudenreich IT Architekt - für die Gesundheitsplattform der IBM. Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen.