Kiel, 4. Februar 2019. Die Techniker Krankenkasse (TK) bringt zusammen mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und der Schmerzklinik Kiel das digitale Entlassmanagement auf den Weg. Geplant ist, dass TK-Versicherte ihren Entlassbericht nach einem Krankenhausaufenthalt in der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) TK-Safe erhalten. Die Behandlungsergebnisse werden dadurch für Patienten und Ärzte strukturierter und ohne Wartezeiten zugänglich. So kann eine ambulante Weiterbehandlung schneller und gezielter erfolgen. Rudolf Dück, Leiter der Stabstelle Informationstechnologie des UKSH, dazu: "Die Anbindung der verschiedenen eGA an das Entlassmanagement passt hervorragend in die digitale Agenda des UKSH. Das tastaturlose Krankenhaus ohne aufwändige Bürokratie für Mitarbeiter und Patienten ist unser Ziel."

TK startet Vernetzungsoffensive in Schleswig-Holstein


Neben dem UKSH und der Schmerzklinik Kiel planen auch die nordBlick Augenklinik Bellevue in Kiel und die Park-Klinik Manhagen in Großhansdorf ihr Entlassmanagement an TK-Safe anzubinden. Die Krankenhäuser werden dazu ihre Informationssysteme mit einer von IBM Deutschland geschaffenen Schnittstelle verbinden, die die Übermittlung der Entlassberichte an TK-Safe ermöglicht.

Eine weitere Schnittstelle soll perspektivisch die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel mit der Akte verbinden. Das in der App geführte Schmerztagebuch kann dann in die eGA übertragen und dem behandelnden Arzt mit sämtlichen gesammelten Gesundheitsinformationen des Patienten zur Verfügung gestellt werden. Prof. Dr. Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, begrüßt die Einbindung der Migräne-App in TK-Safe: "Sowohl Patienten als auch Ärzte profitieren vom digitalen Selbstmanagement. Die Bündelung der Daten in einer App sorgt für eine weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung, Therapieregeln können nachhaltig umgesetzt werden und die Selbstkompetenz gesteigert werden."

Patient ist Souverän seiner Daten

TK-Safe: digitaler Datentresor für Gesundheitsinformationen
Gemeinsam mit IBM Deutschland hat die TK die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe entwickelt. Versicherte der Kasse können damit alle medizinisch relevanten Daten wie Röntgenbilder, Diagnosen oder Laborbefunde auf ihrem Smartphone strukturiert und übersichtlich an einem Ort speichern und selbst managen - geschützt durch eine Zwei-Faktor- Authentifizierung. Damit ist der Patient alleiniger Souverän seiner Daten und entscheidet selbst, wem er welche Informationen zukommen lässt.

Diagnose und Therapie von Krankheiten können mithilfe der eGA so zielgerichteter erfolgen. "Mit der Integration von Entlassmanagement und Migräne-App in TK-Safe verfolgen wir weiter unsere Vernetzungsoffensive in Schleswig-Holstein. Patienten werden zum Manager ihrer Gesundheitsdaten, Ärzte werden entlastet und der Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung wird für alle Beteiligten leichter und sicherer", sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse.