Hamburg, 16. Oktober 2019. Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben und die medizinische Versorgung verbessern. Im Bundestag werden heute zu dem Gesetzentwurf die Verbände und Institutionen angehört. Aus Sicht der Techniker Krankenkasse (TK) ist das Gesetzespaket ein wichtiger Schritt, die digitale Transformation im Gesundheitswesen voranzubringen. 

Dazu sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: "Das DVG schafft die Grundlage für innovative Versorgungsstrukturen und ist ein wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Mit Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) wird die Digitalisierung aber nicht so weit vorangetrieben, wie es wünschenswert wäre. Damit die Versicherten von der ab 2021 verbindlich geplanten ePA wirklich profitieren, muss im nächsten Schritt geregelt werden, wie die Akte im Sinne der Patienten von den Ärzten mit Daten gefüllt wird. Denn ohne Datenaustausch zwischen Patient und Arzt entfaltet die Akte keinen wesentlichen Nutzen. Das geplante Anschluss-Gesetz zur Umsetzung der ePA sollte daher zügig auf den Weg gebracht werden und zeitnah zum DVG in Kraft treten."

Hinweise für die Redaktionen

Ursprünglich war im DVG vorgesehen, die Ärzte zu verpflichten, die elektronische Patientenakte mit Daten zu füllen. Der entsprechende Passus wurde jedoch aus dem Kabinettsentwurf gestrichen.

Weitere Informationen zur Anhörung bietet die Website des Bundestags.