Hannover, 11. März 2019. Arzt, Familie und Freunde, Internet - so lautet die Reihenfolge der Informationsquellen, die die Norddeutschen am häufigsten nennen, wenn sie sich rund um die Gesundheit informieren wollen. 84 Prozent der Befragten fragen ihren Arzt, 74 Prozent Familie oder Freunde und 72 Prozent das weltweite Netz. Das ergab die Forsa-Studie "Digitale Gesundheitskompetenz 2018", die von der Techniker Krankenkasse (TK) in Auftrag gegeben wurde. Auf den weiteren Plätzen folgen Apotheken und Krankenkassen, die rund jeder Zweite als Informationsquelle angab. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.

Auch nutzt mittlerweile jeder vierte Norddeutsche Gesundheits-Apps, Fitnesstracker, Pulsuhren oder Onlinecoaches. "Das zeigt, die Menschen in Norddeutschland sind digitalen Angeboten gegenüber aufgeschlossen", sagt Inken Holldorf, Leiterin der TK-Landesvertretung Niedersachsen. "Deshalb begrüßen sie auch das Angebot einer elektronischen Gesundheitsakte, kurz eGA, sehr." Knapp drei Viertel der Befragten in Norddeutschland finden eine eGA laut Studie gut oder sehr gut.

TK-Safe - die elektronische Gesundheitsakte der TK

Die TK und IBM Deutschland erproben mit TK-Safe bereits eine bundesweite eGA. Bisher liegen medizinische Daten von Patienten meist dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Insbesondere Patienten haben keine Übersicht über ihre Gesundheitsinformationen und keinen Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Daten. Aber auch Leistungserbringern stehen diese Daten, die für ein umfassendes Bild des Gesundheitszustands des Patienten wichtig wären, oft nicht oder nur zeitverzögert zur Verfügung. Das möchte die TK mit TK-Safe ändern. 

"Insbesondere ein Flächenland wie Niedersachsen wird von einer derartigen Vernetzung profitieren. Wo Landärzte fehlen, können digitale Lösungen helfen Versorgungslücken zu schließen. Auch wenn Versicherte ihre Untersuchungsergebnisse und Krankheitshistorie im Rahmen einer telemedizinischen Behandlung digital zur Verfügung stellen könnten, kann das unnötige Wege und Untersuchungen vermeiden und den Behandlungserfolg entscheidend verbessern", betont Holldorf. "Die sofortige Verfügbarkeit der eigenen Gesundheitsdaten an jedem beliebigen Ort wird die medizinische Versorgung revolutionieren. Im Gesundheitswesen liegen derzeit gigantische Datenmengen bei unterschiedlichen Leistungserbringern. Mit TK-Safe erhalten die Versicherten vollständige Transparenz über ihre Daten. Das Wichtigste: nur sie allein entscheiden, wer darauf zugreifen darf. Und: Der Versicherte kann mit der eGA Experte in Sachen eigener Gesundheit werden".

Hinweis an die Redaktion

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa Anfang 2018 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren. Unter den Begriff Norddeutschland werden die Länder Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst.