Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Dadurch haben die Patienten keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen. Die elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" soll das ändern: TK-Safe ist ein digitaler Datentresor, auf den die Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) überall und jederzeit mit ihrem Smartphone über die TK-App zugreifen können.

Als Vorreiter werden direkt zum Start 16 Kliniken des christlichen Gesundheitskonzerns Agaplesion gAG an TK-Safe angebunden sein, darunter auch das Agaplesion Diakonieklinikum in Hamburg. Jörn Wessel, Geschäftsführer Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg, spricht über TK-Safe und was die Einführung der Gesundheitsakte für die Patienten und Ärzte bedeutet.

TK: Herr Wessel, was hat Sie überzeugt, mitzumachen?

Wessel:  Das Thema brennt seit Jahren unter unseren Nägeln. Die zielgerichtete Weitergabe der Informationen an alle am Heilungsprozess Beteiligten ist entscheidend für den Behandlungserfolg der Patienten. Seit langem ist vieles technisch möglich, aber trotzdem kam die Entwicklung nicht recht in Gang.

Es wird endlich Zeit, einen standardisierten Weg zu finden, auf dem die Behandlungsergebnisse den Patienten zugänglich gemacht werden können. Dabei unterstützen wir gerne.

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Jörn Wessel

TK: Welchen Nutzen hat TK-Safe für Ihre Patienten?

Wessel:  Wenn sich der neue Weg etabliert hat, sparen alle Beteiligten Zeit und Geld und Risiken. Zum Beispiel werden Informationsverluste reduziert. Der Patient erhält in einem ersten Schritt seinen klinischen Entlassbrief im TK-Safe, den er dann auch direkt an seinen Haus- oder weiterbehandelten Arzt weiterreichen kann. Dort sind neben Diagnosen und durchgeführten Behandlungen auch Informationen zur weiteren Medikation sowie Laborwerte aufgelistet. Kein Zettel kann mehr verloren gehen.

TK: Wie profitieren die Ärzte von TK-Safe?

Wessel: Jeder Arzt benötigt alle relevanten Informationen zu einem Patienten sofort, vollständig und verlässlich, und zwar sowohl der niedergelassene Arzt als auch unsere Ärzte im Krankenhaus. Unser großer Wunsch ist, bereits vor seiner Ankunft die wesentlichen Daten zum Patienten zu erhalten, um die Aufnahme und Behandlung optimal vorbereiten zu können. Das wird die Patientenzufriedenheit deutlich steigern. Davon profitieren auch die niedergelassenen Ärzte sehr