Ingolstadt/München, 26. März 2019. Die Gesundheitsorganisation der Region Ingolstadt (GOIN) und die Techniker Krankenkasse (TK) haben vor, im Großraum Ingolstadt rund 430 niedergelassenen Ärzten die elektronische Gesundheitsakte (eGA) TK-Safe anzubieten. Außerdem nehmen auch das Klinikum Ingolstadt und die KJF Klinik Sankt Elisabeth in Neuburg/Donau teil. Die Vereinbarung wurde nun beim 7. Bayerischen Tag der Telemedizin unterzeichnet.

Datenaustausch startet im ersten Halbjahr 2019

Die Projektpartner haben zusammen mit IBM beschlossen, im ersten Halbjahr 2019 einen digitalen Datenaustausch zwischen TK-Safe, GOIN und den oben genannten Kliniken zu ermöglichen. "Das ist ein Meilenstein für die Vernetzung des Gesundheitswesens im Großraum Ingolstadt und hat Vorbildcharakter für ganz Bayern", sagte Christian Bredl, Chef der TK in Bayern, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Damit können niedergelassene Ärzte sowie die teilnehmenden Kliniken im ersten Schritt ihre Befunde und Briefe auf einem sicheren Weg digital in TK-Safe speichern."

Daraus ergeben sich viele Vorteile, vor allem auch für den Patienten. So hat er zum Beispiel immer einen Überblick über seine Gesundheitsdaten, stets die notwendigen Befunde für einen Arztbesuch auf seinem Smartphone dabei und er reduziert für sich lästigen Papierkram. Ob und in welchem Umfang der Versicherte das nutzen möchte, entscheidet er alleine. Er ist Herr seiner Daten und bestimmt selbst, ob er sich für TK-Safe freischalten lässt.

Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik, Vorstandsvorsitzender von GOIN: "Ich erhoffe mir, dass die bei der Techniker Krankenkasse versicherten Patienten TK-Safe aktiv benutzen und die Chance ergreifen, sowohl präventiv als auch therapeutisch, einen Nutzen aus der Beschäftigung mit ihren persönlichen Gesundheitsdaten zu erzielen."

Vernetzung mit dem ambulanten Sektor wird verstärkt

TK und IBM stellen TK-Safe seit April 2018 bundesweit zur Verfügung. Für den Aufbau der Vernetzung haben TK und IBM zunächst mit der Anbindung von Krankenhäusern begonnen. Jetzt kommt im Raum Ingolstadt der ambulante Sektor hinzu. Bayern und die Gesundheitsorganisation GOIN spielen hierbei eine Vorreiterrolle, die Vorbild für weitere Projekte sein könnte.

Die Vernetzung von TK-Safe mit den Ärzten wird schrittweise ausgebaut. Im ersten Schritt wird die Übertragung von Dokumenten vom Arzt beziehungsweise dem Krankenhaus an die Patienten ermöglicht. In weiteren Vernetzungsschritten erfolgt dann ein gegenseitiger Austausch von Daten und Bildern.

Oberste Priorität: Datenschutz und Datensicherheit

Bei allen Schritten zur Vernetzung haben Datenschutz und Datensicherheit oberste Priorität. "Die Datenübertragung zwischen Arzt und Patient erfolgt ausschließlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt" erklärt Bredl. "Alle Gesundheitsdaten sind hochsensibel und schützenswert. Die Datenspeicherung in der eGA erfolgt bei IBM unter hohen Sicherheitsstandards auf Servern in Deutschland", so der bayerische TK-Landeschef weiter.

Das neue System ist auch bereits auf Kompatibilität mit der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen ausgelegt. Wenn mit dem anstehenden zweiten E-Health-Gesetz endlich die Infrastruktur geschaffen werden soll, um in Zukunft alle Akteure im Gesundheitsmarkt miteinander zu vernetzen, müssen die Datenschnittstellen reibungslos funktionieren.

TK-Safe im Über­blick

Wie die Versicherten TK-Safe nutzen können, um an jedem Ort und zu jeder Zeit ihre persönlichen Gesundheitsinformationen immer zur Hand zu haben, ist übersichtlich erklärt unter www.tk.de/techniker/2028798 . Dort gibt es auch den dreiminütigen Informationsfilm "Die elek­tro­ni­sche Gesund­heits­akte kurz erklärt". Die sechs Schritte zum Regis­trieren für TK-Safe stehen unter www.tk.de/techniker/2028820 .

Hinweis für die Redaktionen

Das Praxisnetz GOIN ist ein Zusammenschluss niedergelassener Ärzte aller Fachrichtungen aus Ingolstadt und Umgebung. Derzeit hat GOIN über 430 Mitglieder. GOIN verfolgt das Ziel, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung der Region nachhaltig zu verbessern.