Kiel, 20. Mai 2019. Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Gesundheitsakte " TK-Safe " ist seit heute im Live-Betrieb. Nach einem erfolgreichen Betatest mit bundesweit 160.000 Nutzern können nun alle 485.000 TK-Versicherten in Schleswig-Holstein ihren persönlichen digitalen Datentresor auf dem Smartphone nutzen.

Die eigene Gesundheit in der Hosentasche

TK-Safe ist ein sicherer Speicher für alle Informationen rund um die Gesundheit. Versicherte können sich auf Wunsch die Abrechnungsdaten der Krankenkasse in ihre Akte laden und starten so mit einer gefüllten Gesundheitsakte. Geschützt durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung liegen ihnen alle medizinisch relevanten Daten wie Medikamente, Arztbesuche, Diagnosen und Impfungen auf ihrem Smartphone strukturiert und übersichtlich gespeichert vor. "Damit ermöglichen wir unseren Versicherten unkompliziert und schnell Einblick in ihre persönlichen Daten. Der Patient ist alleiniger Souverän seiner Daten und entscheidet selbst, wem er welche Informationen zukommen lässt. Diagnose und Therapie von Krankheiten können mithilfe der digitalen Akte zielgerichteter erfolgen", sagt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Vernetzungsoffensive in Schleswig-Holstein

Neben dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der Schmerzklinik Kiel arbeiten auch die nordBlick Augenklinik Bellevue in Kiel, die Park-Klinik Manhagen in Großhansdorf und das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift daran, ihr Entlassmanagement an TK-Safe anzubinden. Die Krankenhäuser werden dazu ihre Informationssysteme mit einer von IBM Deutschland geschaffenen Schnittstelle verbinden, die die Übermittlung der Entlassberichte in die elektronische Gesundheitsakte ermöglicht. "Die geplante Integration des Entlassmanagements in TK-Safe sorgt für eine weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung, weil der Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung für alle Beteiligten leichter und sicherer wird", erläutert Schmidt-Bodenstein.

Eine weitere Schnittstelle soll perspektivisch die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel mit der Akte verbinden. Das in der App geführte Schmerztagebuch kann dann in die digitale Akte übertragen und dem behandelnden Arzt mit sämtlichen gesammelten Gesundheitsinformationen des Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Wann muss ich wieder zur Krebsvorsorge?

TK-Safe wird ständig um neue Funktionen erweitert, die Nutzer beim Management der eigenen Gesundheit unterstützen. Im letzten Update wurden smarte Erinnerungen hinzugefügt, die Versicherte individuell - je nach Alter, Geschlecht und medizinischer Vorgeschichte - auf Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen hinweisen.