München, 17. April 2019. Die Augen brennen, die Nase juckt: Pappeln, Ulmen, Weiden und vor allem die Birken lassen derzeit viele Allergiker in Bayern spüren, dass die Pollensaison in vollem Gange ist. Zur Pollenflugsaison 2019 hat die TK ihre kostenfreie Allergie-App "Husteblume" umfangreich überarbeitet.

Gesundheits-Apps immer beliebter

Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern: "Mobile Anwendungen für die Gesundheit, die das Leben etwas erleichtern, sind im Freistaat voll im Trend. Die Nutzerzahlen steigen stetig." 11 Prozent der Erwachsenen in Bayern nutzen bereits die Helfer per Smartphone oder Tablet. Ein Jahr zuvor waren es noch neun Prozent, vor drei Jahren nur etwa halb so viele.

In Bayern leiden mittlerweile über zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen, schätzt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Verständlich, dass immer mehr Betroffene die Vorteile der Digitalisierung nutzen möchten und verstärkt auf Gesundheits-Apps setzten. 54 Prozent der Menschen zwischen Spessart und Karwendel, drei Prozent mehr als im Bund, können sich vorstellen, zukünftig auf solche Apps zurückzugreifen.

Neu: interaktiver Pollenkalender, Pollenalarm und besseres Digitaltagebuch

Die Husteblume-App enthält ab sofort einen interaktiven Pollenflugkalender mit den Blütezeiten der häufigsten Allergene und eine noch präzisere Pollenbelastungsvorhersage - automatisch für die jeweilige Region oder manuell mithilfe von Postleitzahl, Ort oder Region. Per Pollenalarm können sich Nutzer warnen lassen, wenn die Luft mit „ihren“ Allergenen besonders belastet ist.

In der verbesserten Tagebuchfunktion lassen sich Symptome und Medikamente einfach erfassen und nach individuellen Vorgaben auswerten.

Für medizinischen Fortschritt Breitbandausbau forcieren - Bayern nur auf Platz 7

"Niedrigschwellige telemedizinische Angebote wie 'Husteblume' haben ein großes Potenzial", sagt Bredl. "120.000 Heuschnupfen-Geplagte haben beispielsweise diese Allergie-App bereits auf ihr Smartphone geladen." Damit die Telemedizin auch zu den Patienten gelange, müssten schnelle Internetzugänge für Mobilfunk und Festnetz flächendeckend verfügbar sein.

Hier hat Deutschland, aber auch besonders Bayern, Nachholbedarf. Der Anteil der Haushalte mit einer Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s liegt laut Bundesverkehrsministerium in Bayern bei 84,4 Prozent. Das bedeutet nur Platz 7 für den Freistaat im Bundesvergleich. Spitzenreiter ist Hamburg mit 97,5 Prozent.

Bredl appelliert an die Bayerische Staatsregierung hier Gas zu geben: "Der medizinische Fortschritt darf nicht an der technischen Infrastruktur scheitern", so der TK-Landeschef.

Hinweis an die Redaktionen

Die TK bietet die  Allergie-App Husteblume seit 2015 an. Sie ist für Android und iOS kostenlos verfügbar. 

Für den TK-Meinungspuls "Gesundheits-Apps" hat das Marktforschungsinstitut Psyma aus München im Auftrag der TK im Dezember 2018 bundesweit 1.000 Menschen ab 18 Jahren zur Nutzung von Gesundheits-Apps befragt.