Hannover, 26. Mai 2021. Frühjahrszeit ist Pollenzeit: Zurzeit werden Allergiker in Niedersachsen von blühenden Gräsern und Birkenpollen geplagt. Mit der Gesundheits-App Husteblume will die Techniker Krankenkasse (TK) Allergikerinnen und Allergikern helfen, sich frühzeitig zu informieren, mit welcher Pollenbelastung sie an ihrem jeweiligen Standort rechnen müssen. "Die Allergie-App der TK zeigt die Pollenbelastung in der Luft an, damit Allergikerinnen und Allergiker dadurch rechtzeitig reagieren und die Symptome sowie die damit verbundenen Einschränkungen weitgehend vermeiden können“, sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung in Niedersachsen. "Mit der App Husteblume stellt die TK eine Möglichkeit zur Verfügung, um den Nutzerinnen und Nutzern mit einem digitalen Tool mehr Lebensqualität zu ermöglichen."

Betroffene unterstützt die App dabei, ihre Allergie gegen gängige Heuschnupfenauslöser wie Gräser-, Kräuter- oder Baumpollen besser zu handhaben. Sie enthält einen interaktiven Pollenflugkalender mit den Blütezeiten derjenigen Pflanzen, die am häufigsten allergen wirken. Die Pollenbelastungsvorhersage erfolgt automatisch für die Region oder manuell mithilfe von Postleitzahl, Ort oder Region. Via Pollenalarm können sich Heuschnupfen-Geplagte mit einer Push-Nachricht warnen lassen, wenn die Luft mit den ausgewählten Allergenen besonders belastet ist. 

So können Nutzerinnen und Nutzer individuell einstellen, für welche Allergene eine Warnung ausgelöst werden soll. Enthalten ist in der App auch ein Pollentagebuch, in dem Allergikerinnen und Allergiker Beschwerden festhalten können. "Tragen Betroffene ihre Symptome regelmäßig ein, kann die App daraus maßgeschneidert eine persönliche Prognose berechnen. Auch eine Dokumentation der Medikamenteneinnahme ist integriert", so Dirk Engelmann. Damit haben Patientinnen und Patienten eine optimale Grundlage für ein Gespräch auf Augenhöhe mit der Ärztin oder dem Arzt sowie eine stringente Therapiekontrolle.

Kontinuierlich wird die App um neue Funktionen erweitert. Dafür arbeitet die TK eng mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst zusammen. Seit dem die App an den Start gegangen ist, wurde sie bereits 200.000 Mal heruntergeladen.

FFP2- und OP-Masken helfen nicht nur beim Schutz vor Covid-19, sondern auch bei Allergien. Das zeigt eine neue Studie der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK). Bei der Studie wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einer Gräserpollen-Allergie unter kontrollierten Bedingungen ihren Allergenen ausgesetzt. Dabei wurden sowohl subjektive allergische Symptome der Nase, der Bronchien und der Augen als auch messbare Allergiesymptome erfasst. Während die Exposition mit Gräserpollen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne Maske starke Symptome auslöste, waren die Symptome sowohl beim Tragen einer FFP2-Maske als auch bei einer sogenannten Medizinischen Maske auf ein Drittel reduziert, teilten ECARF und TK mit. Die Studie zeige, dass Masken Menschen mit Heuschnupfen sehr wirksam schützten.

Als Heuschnupfen (Pollenallergie, saisonale allergische Rhinitis) bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf Eiweiße verschiedener Pflanzenpollen und nicht, wie der Name vermuten lässt, auf Heu. Verstopfte, laufende und juckende Nasen mit heftigen Niesattacken, gerötete und juckende Augen sowie Kopfschmerzen sind die häufigsten Symptome bei Heuschnupfen. Und dieser ist, in der Tat, nicht selten. Schätzungen zufolge hat jeder vierte bis fünfte Erwachsene diese Allergieform. Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Bei den Kleinkindern sind es etwa zehn bis 20 Prozent und bei den Teenagern 15 bis 30 Prozent. Künftig wird die Zahl der Heuschnupfenpatientinnen und Patienten sogar noch weiter zunehmen, vermuten Expertinnen und Experten.

Einen wichtigen Grund für die steigende Häufigkeit von Heuschnupfen sehen Forscherinnen und Forscher im Klimawandel. Die weltweit steigenden Temperaturen verlängern die Pollensaison vieler Pflanzen deutlich. Der höhere Kohlenstoffdioxid (Co2)-Gehalt in der Luft regt die Pflanzen außerdem dazu an, noch mehr Pollen als bisher freizusetzen. Darüber hinaus erleichtern die wärmeren Temperaturen fremden Pflanzen, sich in Deutschland auszubreiten. Das gilt zum Beispiel für das aus den USA stammende Traubenkraut Ambrosia.

Hinweis für die Redaktion

Weiterführende Informationen zur Allergie-App sind auf tk.de zu finden, Suchnummer 2025388.

Die TK bezieht sich auf Forschungsergebnisse des Zentrums für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität in München.