Berlin/Potsdam, 28. März 2019. Die Pollensaison ist in vollem Gange. Vor allem die Birkenpollen fliegen in den kommenden Wochen in Berlin und Brandenburg. Die von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst mitentwickelte App "Husteblume" informiert jetzt Allergiker noch genauer über den Pollenflug.  

Digitale Anwendung hilft, sich auf Erkrankung einzustellen

"Ein großer Vorteil der App ist, dass Allergiker die Pollenbelastung unterwegs auf ihrem Smartphone standortgenau kontrollieren können", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg. "So haben sie die wichtigen Informationen immer bei sich und können gegebenenfalls auch ihre Medikamenteneinnahme entsprechend anpassen."

Symptome im digitalen Tagebuch dokumentieren

App-Nutzer können in der verbesserten Tagebuchfunktion ihre Symptome und Medikamente noch einfacher erfassen und nach individuellen Vorgaben auswerten. Die App ist für Android und iOS kostenlos verfügbar. "Wer seine Allergie kennt, leidet weniger", sagt Prof. Dr. Karl Christian Bergmann, Vorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Berlin, die die App mitentwickelt hat. Betroffene sollten eine Pollenallergie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Prof. Bergmann: "Wird eine Allergie nicht richtig behandelt, kann sich daraus Asthma entwickeln." 

Bundesweit mehr als zwölf Millionen erwachsene Allergiker

Allergien gegen Pollen sind weit verbreitet. Bundesweit leidet etwa jeder Siebte an einer Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt. Damit sind mehr als zwölf Millionen Erwachsene betroffen. Studien zufolge sind Menschen in den alten Bundesländern stärker betroffen als in den neuen Bundesländern. Außerdem treten Pollenallergien in Ballungsgebieten häufiger auf als im ländlichen Raum. 

Gesundheits-Apps werden immer beliebter: Jeder achte Erwachsene (zwölf Prozent) nutzt bereits solche digitalen Anwendungen per Smartphone oder Tablet. 2016 war es nur jeder Zwanzigste (fünf Prozent). Damit hat sich die Nutzung innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Kranke setzen besonders häufig auf mobile Angebote: So nutzt von den Befragten, die Gesundheitsprobleme haben, sogar fast jeder Fünfte Gesundheits-Apps (19 Prozent). 120.000 Heuschnupfen-Geplagte haben beispielsweise die kostenfreie TK-Allergie-App "Husteblume" auf ihr Smartphone geladen. Sie hilft Allergikern, besser mit ihrer Erkrankung zurechtzukommen. 

Checkliste zur Qualität von Gesundheits-Apps 

Der Markt der Gesundheits-Apps insgesamt ist sehr groß und vielfältig, in Nutzen und Qualität unterscheiden sich die Anwendungen oft sehr. Sieben Fragen und eine Checkliste  helfen Nutzern, gute Apps von schlechten zu unterscheiden. 

Über die Allergie-App

Die TK bietet die Allergie-App "Husteblume" seit 2015 an. Zur Pollensaison 2019 verfügt die App über zahlreiche neue Funktionen. Die Bedienung ist noch einfacher, komfortabler und intuitiver. 
Die App enthält folgende Funktionen:

  • präzise Pollenbelastungsvorhersage automatisch für die jeweilige Region oder manuell mithilfe von Postleitzahl, Ort oder Region
  • interaktiver Pollenflugkalender mit den Blütezeiten der häufigsten Allergene
  • Pollenalarm mit Push-Nachricht
  • Tagebuch, in dem Symptome an Nase, Auge und Lunge sowie das Gesamtbefinden erfasst werden 
  • Dokumentation der Medikamenteneinnahme
  • Erinnerungsfunktion zum Eintragen der Allergie-Symptome
  • umfangreiche Auswertungsfunktionen, z.B. zum Zusammenhang der Symptome des Nutzers mit der Pollenbelastung und seinen Medikamenten in Form einer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen grafischen Darstellung
  • laienverständliche Patienteninformationen zu den je nach Schwere der Erkrankung empfohlenen Therapieformen auf Grundlage der gültigen medizinischen Leitlinien
  • Lexikon mit Bildern zu den wichtigsten Informationen zu unterschiedlichen Allergenen und ihren Kreuzreaktionen
  • Selbsttest für Erwachsene zum allergischen Heuschnupfen mit Auswertung

Über die Umfrage

Für den TK-Meinungspuls "Gesundheits-Apps" hat das Marktforschungsinstitut Psyma aus München im Auftrag der TK im Dezember 2018 bundesweit 1.000 Menschen ab 18 Jahre zur Nutzung von Gesundheits-Apps befragt.