Selbsthilfeveranstaltungen sind für viele Menschen eine wichtige Anlaufstelle für eine bessere Gesundheit. Der Austausch und Rückhalt in der Gemeinschaft helfen den Betroffenen, besser mit ihren Problemen oder Erkrankungen umzugehen. Längst gibt es nicht nur den klassischen Stuhlkreis, sondern vielseitige Angebote und Events. 

Susanne Hertzer

Susanne Hertzer

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Leiterin der TK Landesvertretung Berlin/Brandenburg

"Selbsthilfe-Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag für Menschen mit schweren und chronischen Krankheiten. Betroffene aller Altersklassen suchen immer häufiger Hilfe im Internet. Auch im Bereich der Selbsthilfe ist es an der Zeit, neue digitale Wege zu gehen."

Leiterin der TK-Landesvertretung Berlin/Brandenburg

Die erste App für Potsdam wurde im Juli 2017 vorgestellt. Schon kurz nach dem offiziellen Release zeigte sich Uwe Große-Wortmann, Geschäftsführer der Firma Media Foundation, die die Apps realisiert hat, sehr zufrieden mit den Reaktionen. Ob Cottbus, Prignitz, Uckermark oder Lausitz - mittlerweile konnte das Projekt sternförmig ausgeweitet werden, sodass Kontaktstellen in ganz Brandenburg vernetzt sind. 

Inter­view mit dem App-Entwickler H. Uwe Große-Wort­mann

Mithilfe der neuen digitalen Anwendungen können  Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen einfach und schnell Informationen zur Selbsthilfe in der Region erhalten. Zudem haben sie selbst die Möglichkeit, die Inhalte fortlaufend mit neuen Ideen und Leben zu füllen. 

Zur der Potsdamer App ist die Selbsthilfe Lausitz App unter Federführung der Regionalen Kontakt- und Informationsstelle Cottbus (REKIS) in Zusammenarbeit mit SEKIZ Guben, REKOSI Lauchhammer und KISS Spremberg entstanden. Angelika Koal (REKIS) sieht in der Selbsthilfe vor allem eine Chance für Menschen in schwierigen Situationen. Die Selbsthilfeangebote können dank der neuen Plattform für  Suchende sichtbarer werden. 

Inter­view mit Ange­lika Koal von der Regio­nalen Kontakt- und Infor­ma­ti­ons­stelle Cottbus (REKIS)

Allein in der Region Lausitz sind mehr als 130 Selbsthilfegruppen per Knopfdruck zu erreichen. Die Nutzer können zudem ihre eigenen Termine koordinieren, haben Zugriff auf Videos und Podcasts und erhalten aktuelle Benachrichtigungen über Treffen, Veranstaltungen und Neuigkeiten. 

Außerdem finden Nutzer über die Selbsthilfe Brandenburg Nord-App Kontaktstellen in weiteren Regionen des Landes. Das Projekt wurde mittlerweile auch auf Sachsen-Anhalt ausgeweitet. Weitere Bundesländer sind in Planung.

Die Selbsthilfe-Apps können kostenlos im Google Play Store und iOS App Store heruntergeladen werden.