Ein enger Körperkontakt zwischen Eltern und Kind ist elementar und wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Neugeborenen aus. Dies ist bei Frühgeborenen oftmals nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Durch eine bionische Gelmatratze, die an Stelle einer konventionellen Matratze im Inkubator liegt, wird dem Neugeborenen die Anwesenheit eines Elternteils simuliert. Die Vitalparameter Herzschlag, Atmung, Stimme von Vater oder Mutter werden im Vorfeld extern aufgezeichnet und auf die Gelmatratze übertragen, auf der das Kind liegt. Während der Abwesenheit der Eltern kann das Frühgeborene mittels innovativer Technik dennoch die Atmung, Herzschlag und die Stimmen von Vater und Mutter durch die Matratze spüren und hören. Das von einem Startup namens Babybe entwickelte System kann somit Raum und Zeit überwinden und das Kind hat auch im Inkubator das Gefühl, auf der Brust der Eltern zu liegen.

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In ersten Erhebungen hat sich gezeigt, dass die Neugeborenen mit dem Babybe-Monitoring eine regelmäßigere Atmung, eine höhere Gewichtszunahme und in vielen Fällen gute Überlebenschancen haben. Im Rahmen einer multizentrischen Studie soll nun der Frage nachgegangen werden, ob die Anwendung von Babybe im Setting einer Neonatologie-Intensivstation zu einer physischen Stabilisierung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht zwischen 750 Gramm und maximal 1.500 Gramm führt. Ziel ist, dass das neue digitale System in Zukunft noch mehr Frühgeborenen zu Gute kommt. Als erstes Krankenhaus in Niedersachsen setzt das Klinikum Braunschweig diese Hightech-Matratze auf der Kinderintensivstation ein.

Die TK ist davon überzeugt, dass der Einsatz der Babybe-Systeme das Potenzial hat, die Versorgung von Frühgeborenen zu verbessern und hat mit dem Startup einen Kooperationsvertrag geschlossen. 

Die Kooperation mit Startups ist für die TK eine neue Form der Zusammenarbeit mit jungen Partnern, die innovative Ideen haben, im Gesundheitswesen aber noch nicht etabliert sind. Sie bietet die Möglichkeit, innovative und digitale Produkte oder Produktideen schneller zu identifizieren und in die Gesundheitsversorgung zu übernehmen bzw. zu neuen Versorgungsprodukten weiter zu entwickeln.