Gerade im Gesundheitswesen entwickeln sich vielfältige innovative Ansätze, die das Potenzial haben, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern. Um die Nutzer zukünftiger Angebote zu schützen und Vertrauen zu schaffen, braucht es noch vor Eintritt der digitalen Medizinprodukte in den Gesundheitsmarkt zuverlässige Prüfmechanismen. Damit digitaler Fortschritt nicht unnötig verzögert wird und Patienten schnellstmöglich einen sicheren Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung im Gesundheitswesen erhalten, müssen diese Mechanismen möglichst unkompliziert sein.

Die TK fordert deshalb unter anderem für die Zulassung digitaler Medizinprodukte eine verpflichtende Selbstauskunft und deren unkomplizierte Erprobung über Selektivverträge. Um die Einführung von digitalen Medizinprodukten zu beschleunigen, sollen Krankenkassen die Möglichkeit erhalten, Selektivverträge auch außerhalb des Fach- und Sektorenübergriffes oder ohne Arztbeteiligung zu vereinbaren. Dazu bietet es sich an, ein Innovationsbudget für diejenigen Innovationen mit hinreichendem Potential zur dauerhaften Aufnahme in die Versorgung vorzusehen. Ist der Nutzen der digitalen Medizinprodukte belegt, sollen diese zudem einen noch schnelleren Zugang in die flächendeckende Versorgung erhalten. 

Außerdem schlägt die TK vor, den Innovationsfonds nur um zwei - statt wie im Entwurf vorgesehen fünf - Jahre zu verlängern. Erste Erfahrungen mit dem Fonds zeigen, dass diese Form der zentralistischen Förderung nicht in der Lage ist, den Innovationsstau nachhaltig aufzulösen. Alternativ plädiert die TK dafür, bei Auslaufen des Innovationsfonds ein Innovationsbudget zu schaffen. Dabei sollen die Kassen mindestens 2,50 Euro je Versicherten für innovative Verträge ausgeben. Vorteil dabei: Die Kassen werden auf ein festes Ausgabenziel verpflichtet, die Förderung ist dauerhaft und die Wahl der Vertragspartner wird nicht eingeschränkt. Außerdem ist die Förderung wesentlich schneller und flexibler.

TK-Position: Digitales Versorgungsgesetz

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TK-Position: Digitale Innovationen in der Regelversorgung etablieren

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TK-Vorstand Thomas Ballast bloggt auf #WirTechniker zu digitalen Innovationen.

Prof. Dr. Möws bloggt auf #WirTechniker zur Verabschiedung des Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) durch den Bundestag. 

Digitalisierung leben und voranbringen

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Schneller, effizienter und transparenter - die Chancen der Digitalisierung sind vielfältig und ständig im Wandel. Wie sie für das Gesundheitswesen konkret genutzt und ausgestaltet werden können, zeigen die Vorschläge der TK .